Feldbewässerung

Sonnenstrom zur Feldbewässerung wird serienreif

Im Sommer letzten Jahres haben wir noch über das Pilotprojekt berichtet. Jetzt ist das Produkt „Tröpfchenbewässerung mit Photovoltaik“ serienreif. Heute erklären wir euch, wie die Umstellung auf Erneuerbare Energie in der Landwirtschaft funktioniert. Für wen das überhaupt interessant ist? Na z.B. für Landwirte wie Biobauer Michael Hütteneder, dessen Pflanzen mit dem mobilen solarbetriebenen Bewässerungssystem trotz Rekordhitze gut wachsen können. Landwirtschaft in Wien? Aber ja! Die Stadt Wien hat große Landwirtschaftsflächen und ist selbst einer der größten Bio-Bauern Österreichs. Wir sind der Überzeugung, dass es sich lohnt, in der Landwirtschaft auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Darum haben wir auch viel Zeit und Hirnschmalz in die Entwicklung des PV-Bewässerungssystems gesteckt.

Wie funktioniert die nachhaltige Bewässerung?

Oberirdisch verlegte Schläuche, mit Auslässen in regelmäßigen Abständen, geben am Feld gleichmäßig verteilt, tröpfchenweise Wasser ab. In trockenen Ländern zum wassersparenden Einsatz entwickelt, wird dieses Verfahren heute zunehmend in Mitteleuropa angewendet – zum Beispiel beim Weinbau in der Wachau. Die Tropfschläuche können sowohl auf dem Feld verlegt, als auch im Feld eingegraben werden, um die Pflanzen noch gezielter mit  Wasser zu versorgen. Praktischer Nebeneffekt: Dadurch, dass die Blätter nicht nass werden, sinkt das Risiko von Pilzerkrankungen.

 

Troepfchenbewaesserung

(c)Wien Energie/APA

 

Und was kommt raus?

Im Feldversuch letzten Sommer wurden die Erwartungen der Experten bestätigt: das mobile PV-Bewässerungssystem bringt mehr Ertrag mit weniger Wasser – und das mit umweltfreundlicher Energie. Das 3,5 Hektar große Maisfeld von Bauer Hütteneder wurde ausreichend bewässert. Durch die Energie aus den Photovoltaik-Modulen kann das System bis zu 10 Hektar große Felder bewässern. Das ist ungefähr soviel wie 14 Fußballfelder. Im Vergleich zu konventionellen Bewässerungsanlagen, die mit Diesel betrieben werden, spart der Landwirt außerdem jährlich durchschnittlich 6.200 kg CO2-Emissionen ein.

Die Vorteile im Überblick

 

  • Deutliche Zeitersparnis, da kein Nachfüllen von Diesel notwendig ist

  • Deutlich weniger Ernteausfälle

  • Reduktion des Wasserverbrauchs um bis zu 30%

  • Bewässerung von bis zu 10ha Landfläche

  • Lückenlose Funktionsüberwachung durch Wien Energie und rasches Reparaturservice

  • Förderung zur „Verbesserung der Umweltwirkung“ kann bei der Landwirtschaftskammer beantragt werden

 

Mehr zum Servicepaket und zum Geschäftsmodell kannst du in unserem Produktblatt nachlesen. Das ist sicher auch interessant, wenn du nicht Landwirt bist und einfach nur Freude an technischen Innovationen hast. Bei Fragen zum Produkt hinterlass uns hier einfach einen Kommentar. Wenn du Interesse am Produkt hast, schick uns direkt eine Mail an socialmedia@wienenergie.at.

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