Müllverbrennungsanlage

Müllverbrennungsanlage Spittelau mit neuer Technik – erfolgreich durch den ersten Winter

In den letzten vier Jahren wurde unsere Müllverbrennungsanlage Spittelau saniert. Wir erklären dir, was gemacht wurde und welche Verbesserungen damit erreicht wurden. Diese Gelegenheit nutzen wir, um dir zu erklären, wie aus Müll Wärme und Strom wird.

Was wurde im Zuge der Sanierung gemacht?

Im Zuge der Modernisierung wurden die Müllkessel 1 und 2 erneuert, die Denox-Anlage (Katalysator für Stickoxyde) ausgetauscht, die alten Eletro-Filter durch Gewebefilter ersetzt, wodurch sich die Emissionssituation weiter verbessert. Weiters wurden eine neue Umformerstation zur Fernwärmeauskopplung installiert, die alte Turbine durch eine neue samt Generator ersetzt, ein neues Entaschungssystem eingerichtet, sowie ein neuer Speisewasserbehälter und ein neues Wasser-Dampf-System installiert.

Hier der Umbau im Zeitraffer:

 

 

Insgesamt haben die Sanierungsarbeiten die Müllverbrennungsanlage energiewirtschaftlich optimiert. So kann die Anlage noch effizienter Wärme und Strom für Wien produzieren. Welche konkreten Verbesserungen wir erzielt?

  • Der Wirkungsgrad konnte auf 76 Prozent erhöht werden. Vor der Sanierung waren es Prozent
  • Die Stromproduktion hat sich bereits in der ersten Heizperiode verdreifacht.
  • Die Anlage lieferte seit September Strom für 50.000 Haushalten und Wärme für 60.000 Haushalte. Vor der Sanierung lag dieser Wert bei 16.000 Haushalten.
  • Die Anlage verfügt nun über eine der weltweit modernsten Rauchgasreinigungen und garantiert so die Einhaltung höchster Umweltstandards.
  • Jährlich werden hier rund 250.000 Tonnen Abfall verwertet. Allein in der Heizsaison 2015/2016 wurden 130.000 Tonnen verbrannt.

Wie wird aus Müll überhaupt Wärme und Strom?

Die angelieferten Abfälle werden zunächst von einer Brückenwaage gewogen und in einem rund 7.000 Kubikmeter großen Abfallbehälter zwischengelagert. Ein Greifarm holt den Abfall zu den beiden Müllöfen. Hier wird der Abfall verbrannt. Die entstehenden heißen Rauchgase werden über einen Wärmetauscher geleitet. Dieser erzeugt Dampf. Daraus wird in einem weiteren Schritt Fernwärme und Strom gewonnen. Um die beim Verbrennen entstehenden Rauchgase zu säubern, hat die Spittelau eine Reihe hochmoderner Anlagen. Das gereinigte Rauchgas verlässt den Kamin in einer Höhe von 126 Metern.

 

Grafik_Spittelau

(c)Wien Energie/APA

 

Was in der Spittelau passiert, kann auch für Kinder spannend sein. Kennst du schon unser Pixibuch „Was passiert in der Spittelau?“. Wenn du es haben möchtest, kommt einfach bei uns in der Wien Energie-Welt Spittelau (Roßauer Lände 45, 1090 Wien) vorbei und hol dir ein Gratisexemplar ab.