Windkraft kinderleicht

Windkraft kinderleicht erklärt für Jung und Alt

Kinder sind unsere Zukunft – genau wie erneuerbare Energie. Darum ist es uns auch ein Anliegen, bereits die Kleinsten an das Thema heranzuführen und ihnen mehr zum Thema Wind zu erklären. Wie wir ihnen den Wind erklären? Na kinderleicht 😉 Vielleicht ist ja auch etwas Wissenswertes für dich dabei.

Wie genau ist das jetzt eigentlich mit dem Wind?

Jeder kennt Wind: beim Drachensteigen lässt er unseren Drachen höher steigen. Wenn wir mit dem Fahrrad fahren, weht er uns entweder ins Gesicht oder macht uns schneller. Doch Wind kann auch mehrere Stundenkilometer erreichen und richtig schnell werden! Man kann das wie folgt einteilen:

  • Von einem Sturm spricht man bei einer Windgeschwindigkeit ab 75 km/h
  • Von einem Orkan spricht man bei einer Windgeschwindigkeit ab 118 km/h

In Österreich war die bislang schnellste gemessene Windgeschwindigkeit bei 230 km/h. Wind kann also verschiedene Geschwindigkeiten erreichen und so auch sehr gefährlich für Mensch und Umwelt werden.

Aber wie entsteht eigentlich Wind?

Wenn die Sonne am Tag scheint, wärmt sie die Luft auf. Weil diese erwärmte Luft leichter ist als Kalte, steigt sie auf. Die warme, aufsteigende Luft hinterlässt dann auf ihrem „Platz“ ein Loch und in dieses Loch strömt wieder kalte Luft hinein – das spüren wir dann als Wind.

 

(c)Bohmann/Bubu Dujmic

(c)Bohmann/Bubu Dujmic

 

Wie kann man Windkraft nutzen?

Um den Wind nun für die Stromerzeugung zu nutzen, benötigt man eine Windkraftanlage. Der Wind trifft auf die Rotorblätter (jedes Windrad hat drei Stück) und bringt sie dazu, sich zu drehen. Die Rotorblätter leiten die Energie weiter zu einem Generator und dieser Generator, erzeugt dann Strom, den wir aus der Steckdose bekommen. Ganz ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo: Wir müssen unsere Beine bewegen und fest in die Pedalen treten, um das Licht auf unserem Fahrrad zum Leuchten zu bringen. Bei einem Windrad übernimmt der Wind sozusagen die Aufgabe unserer Beine. Ein paar Zahlen, damit ihr euch vorstellen könnt, wie viel Energie der Wind in einer Stunde erzeugt und man damit machen kann:

  • Man könnte 65 Jahre lang jeden Tag eine Stunde fernsehen
  • Über 15.000 Liter Wasser kochen
  • Zwei Jahre rund um die Uhr PlayStation spielen

Wie viel Energie aus dem Wind gewonnen werden kann, wird durch die Windgeschwindigkeit festgelegt. 25 km/h ist die ideale Windgeschwindigkeit für die Energiegewinnung.

Zu finden sind Windräder eher am Land, weil dort kaum hohe Häuser stehen und der Wind somit ungestört wehen und die Rotorblätter antreiben kann. Aber auch an der Küste am Meer findet man viele Windparks (= mehrere Windräder an einem Ort).

Die Windkraft ist aber nicht erst seit kurzem bekannt, schon vor vielen Jahrhunderten haben die Menschen den Wind genutzt, um z.B. Getreide zu Mehl zu mahlen oder es wurden Windpumpen eingesetzt, um Gebiete trockenzulegen. Doch erst Ende des 19. Jahrhunderts hat man angefangen, Wind für die Stromerzeugung zu verwenden.

 

 

Und was sind die Vorteile von Windkraft?

  • Der Wind ist eine erneuerbare Energie! Das heißt, er steht immer zur Verfügung und kann nie ausgehen.
  • Wenn durch Wind Strom erzeugt wird, wird unsere Umwelt dadurch nicht gefährdet. Es entsteht dabei weder Müll, noch werden schädliche Gase (CO2) ausgestoßen.
  • Zusätzlich machen Windräder kaum Geräusche und sind somit leise Energieerzeuger.

Ihr versteht jetzt, wie aus Wind Energie erzeugt werden kann, aber so richtig vorstellen könnt ihr euch das Ganze noch nicht? Dann gibt’s hier schulservice@wienenergie.at die Möglichkeit durch eine E-Mail, Windführungen für die 4-6. Schulstufe zu besuchen und Windkraft hautnah zu erleben.