Fernwärmeabrechnung im Detail

Im Herbst bekommen Fernwärmekunden von Wien Energie die Jahresabrechnung zugestellt. Wie entsteht diese Rechnung?

#Termin: Wieso kommt die Jahresabrechnung so spät nach der Ablesung?

Die beauftragten Ablesefirmen fangen bereits im Mai an, die Hauptablesung durchzuführen. Bis alle Anlagen abgelesen sind, dauert das einige Monate. Zusätzlich müssen die Ablesefirmen diese Werte erfassen, aufbereiten, plausibilisieren und zur Übertragung bereitstellen. Nach Ablauf des Verrechnungsjahres (am 31. August) beginnt Wien Energie mit der Erstellung der Rechnung. Die Abrechnungen werden in Tranchen ausgesendet. Erfahrungsgemäß dauert es bis Ende November, bis alle KundInnen ihre Abrechnung erhalten.

#Warmwasser: Wieso steht in der Jahresabrechnung beim Warmwasser ein anderer Zeitraum als bei der Heizung?

Da im Sommer kein Heizungsverbrauch anfällt, kommt es hier zur direkten Verrechnung des Verrechnungsjahres (1. September– 31. August). Die Ablesung der Warmwasserzähler erfolgt analog zur Ablesung der Messgeräte für die Heizung. Eine Ablesung aller Warmwasserzähler zu einem bestimmten Stichtag ist aus organisatorischen Gründen nicht durchführbar. Das Enddatum der Warmwasser-Verrechnungsperiode ist somit das Ablesedatum.

#Verrechnungsjahr: Ist es möglich, innerhalb eines Verrechnungsjahres abzurechnen?

Eine Abrechnung ist nur nach Ablauf des Verrechnungsjahres (nach dem 31. August) möglich. Unterjährig kann nur eine vorzeitige Abrechnung auf Basis der Vorjahrespreise (Akontorestberechnung) erstellt werden. Akontorestberechnungen werden nur für KundInnen erstellt, die bis 30. Juni verzogen sind. Voraussetzung dafür ist, dass Ablesewerte vorliegen. Unsere KundInnen haben durch die spätere Abrechnung keinen Nachteil. Die ermittelten Ablesewerte und die Grundkosten bis zur Abmeldung werden für die Verrechnung herangezogen.