Heiztipps – Kleinvieh macht auch Mist!

Wer kommt nicht gern nach einem langen Arbeitstag oder einem romantischen Spaziergang in ein kuschelig beheiztes Zuhause? Damit die Folgen nicht gleich hohe Heizkosten sind, haben wir für dich Energiespartipps nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ zusammengefasst. Häufig reichen nämlich schon kleine Handgriffe.

Regelmäßige Wartung

Wenn du mit Öl- oder Pelletskesseln heizt, ist eine regelmäßige Reinigung von großer Wichtigkeit. Denn in ihnen setzt sich Ruß ab, von dem jeder Millimeter im Kessel den Wirkungsgrad der Anlage um fünf Prozent mindert. Nur saubere Anlagen setzen den Brennstoff so effizient wie möglich um. Auch die Brennerdüsen und Wärmetauscher können stark verunreinigt sein. Vor dem Winterbeginn solltest du also unbedingt deine Heizungsanlagen von einem Fachbetrieb untersuchen lassen.

Kesseltausch

Wenn dein Heizkessel schon ein etwas älteres Modell ist, kann es außerdem ratsam sein den Kessel zu tauschen. Moderne Erdgas-Brennwertgeräte können bis zu 40 Prozent Energie – in Kombination mit Sonnenenergie sogar bis zu 50 Prozent, gegenüber Altanlagen ohne Brennwerttechnik (älter als etwa 15 Jahre) sparen. Die neuesten Modelle weißen einen Wirkungsgrad von 98 Prozent aus. Anstatt die warmen Abgase durch den Kamin zu blasen und damit Energie zu verschenken. Wird der Wasserdampf zum Kondensieren gebracht und die dadurch entstehende Wärme kann zum Heizen genutzt werden.

Entstauben

Auch der Heizkörper kann bares Geld sparen. Staub, welcher sich auf und zwischen den Lamellen eines Stahlblech-Heizkörpers sammelt, beeinträchtigt dessen Leistung. Die Reinigung mit einer Spezialbürste aus Ziegenhaar als auch mit dem Staubsauger, kann selbst durchgeführt werden und spart Energie. Nur Vorsicht! Um Verbrennungen zu vermeiden sollte der Heizkörper dabei abgedreht sein. Auch für Staub empfindliche Menschen und Allergiker werden die gereinigten Heizkörper eine Wohltat sein.

Entlüften

Wenn bei deinen Heizkörpern ein Gluckern zu hören ist, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass sich Luft in der Anlage befindet. Diese Luft kann von selbst nirgends entweichen und verursacht bis zu zehn Prozent höhere Heizkosten. Auch dieses Problem kann man leicht selbst beheben: Mit einem Vierkant-Entlüftungsschlüssel und einem Behälter unter dem Entlüftungsventil kann die Luft langsam abgelassen werden.

c Wien Energie/Manfred Wheis

c Wien Energie/Manfred Weihs

Entstauben

Auch deine Fenster können ein Energiefresser sein wenn diese nicht mehr ausreichend abdichten und dadurch Wärme entweichen lassen. Du kannst selbst, mit Hilfe eines Papiers überprüfen wie funktionsfähig deine Dichtungen noch sind: klemme einfach ein Blatt Papier im geschlossenen Fenster ein, lässt es sich herausziehen, dann gehören die Dichtungen erneuert, beziehungsweise die Fensterbeschläge nachjustiert.

Wärme regeln

Hast du deine perfekte Raumtemperatur schon gefunden? Könntest du vielleicht auf ein bis zwei Grad verzichten? Teste es einfach aus – denn mit jedem Grad Celsius steigen die Heizkosten um ungefähr sechs Prozent. Jedes Grad weniger hilft dir also direkt, Heizkosten zu sparen. Programmierbare Thermostatventile helfen dir dabei, denn sie passen die Raumtemperatur an die Bedürfnisse und vor allem Nutzungszeiten an. Räume, wie zum Beispiel das Badezimmer, die am Tag nicht so häufig genutzt werden müssen nicht komplett durchgeheizt werden. Auch kann durch simples Türen schließen der Raum wärmer gehalten werden, da so die Wärme weniger schnell entfliehen kann. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 15 Grad Celsius fallen, da sonst der Energieaufwand zum wieder aufheizen zu groß ist. Wer also längere Zeit nicht Zuhause ist sollte auch diese Raumtemperatur nicht unterschreiten und diese konstant halten.

c Wien Energie/Manfred Weihs

c Wien Energie/Manfred Weihs

Hoffentlich konnten dich unsere Tipps überzeugen oder zum Nachdenken anregen. Der Eine oder Andere Tipp kann euch bares Geld sparen 🙂