Nachtrag: 14. Juli
(Achtung! Die Videos unten sind nichts für schwache Nerven)
Ich tauschte heute das E-Bike mit dem Rad von meiner Mutter. Auch ein KTM, ein City Bike (oder so ähnlich
) Erstens wollte ich mal schauen wie ich jetzt auf einen Fahrrad ohne Antrieb zurecht komme, und zweitens hatte ich heute wieder viele Stopps und ich bin noch immer paranoid, das E-Bike draußen stehen zu lassen + ich weigere mich den schweren Akku während meiner Erledigungen mitzunehmen (Als hätte man da nicht ohnehin schon genug zu tragen!!!)
Na gut, ich dachte mir es wird bis auf die Steigungen und das Beschleunigen schon ungefähr gleich sein, aber da irrte ich mich gewaltig! Ist man gerade körperlich ohne Power, wirkt sich das sofort auf das Bike aus, auf einer geraden Strecke schaffe ich es nicht immer die gleiche Geschwindigkeit beizubehalten und muss bei Nachlassen der Energie um einiges langsamer werden. Beim Beschleunigen im Straßenverkehr und bei Steigungen muss ich schon fast schwitzen und es ist viel zeitaufwendiger als mit dem E-Bike.
Das schnelle Beschleunigen und problemlose Halten der Geschwindigkeit von 25 km/h waren für mich nach 6 Wochen E-Bike schon fast selbstverständlich geworden, aber das ist eigentlich ein echter Luxus! Man ist mit dem E-Bike immer auf 20-25 km/h, egal ob man gerade kurz vor dem körperlichen Zusammenbruch steht oder ob man gerade so viel Power hat das man sich einbildet der Motor wäre überflüssig. Es sind immer 20-25 km/h, und man kann daher immer voraussehen wann man ankommt wenn man die zu überwältigende Distanz und die Anzahl der Ampeln kennt. Es ist ein großer Vorteil, denn man kann mit dem E-Bike zuverlässig zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein egal in welcher körperlichen Verfassung man sich gerade befindet.
Daher kann man sagen das E-Bike ist sehrwohl ein würdiger Ersatz zu den Öffis oder zum Auto. Man kann die U-Bahn bei Schönwetter locker gegen das E-Bike tauschen. Bei bestimmten Strecken ist man mit dem E-Bike sogar schneller am Ziel als mit den Öffis und man bekommt ganz nebenbei auch eine schöne Farbe und Figur. Problematisch wird es wenn man viele, fragile oder große Sachen zu tragen hat (was bei einen Architekturstudium und beim Einkaufen schnell mal passieren kann). Das ist jedoch bei allen Fahrrädern so!!
Was bei diesem Test am problematischsten ist, ist dass das Bike nicht komplett versichert ist und man den Akku immer mitnehmen muss. Ich finde das hat das Fahrrad nicht alltagstauglich gemacht, weil ich so was Wertvolles mit 20% Selbstbehalt nicht mit ruhigen Gewissen einfach so draußen stehen lassen kann.
(P.S. Diesen Trick kenne ich NICHT weil ich früher mal Fahrräder gefladert habe, sondern weil ich in Physik vernarrt war)
(Das zweite Video hab ich so nebenbei gefunden: Ähem, $160 Schloss und mit einem Stift knackbar…und das von der Verkäuferin persönlich demonstriert! Was die Leute nicht alles auf Youtube stellen…)
Aus diesen Gründen habe ich das Bike in vielen Situationen zuhause gelassen. Sollte es mal vollkommen mir gehören, werde ich es wahrscheinlich ohne Selbstbehalt versichern oder weiterhin nur zu Orten damit fahren wo es sicher eingesperrt ist.

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