Ein wunderbarer Wettkampftag, in der Früh (6:45Uhr) bin ich ohne Wecker aufgewacht und nach wenigen Minuten des Austreckens aufgestanden.
Wettkampfvorbereitungen
Sofort habe ich mit meinen Wettkampfvorbereitungen begonnen – heiße Dusche und Körperpflege, Wettkampfbekleidung nach Außentemperatur kurz/kurz (es hatte schon 9,5°C) gewählt und begonnen langsam und ausgedehnt zu Frühstücken- Toast mit wenig Butter und Honig dazu Kaffee, danach Kohlenhydratedrink und reichlich Flüssigkeit.
Aufwärmen
Um 8:30 fuhr ich mit meinem Auto zur Eishalle der Caps, parkte mich ein und begann mich langsam aufzuwärmen. Teilweise ein paar kurze Sprinteinheiten (immer nurwenige Meter) eingebaut – insgesamt 3km eingelaufen.
Um Punkt 9:15 Uhr traf ich mich, wie vereinbart, mit Paul. Das Wettkampffieber hat uns gleich im Griff, wir plauderten, trafen Bekannte, alle wollten wissen was wir uns vorgenommen hatten.
Von Paul wusste ich, dass er sich eine Zeit unter 1:40 Stunden vorgenommen hatte, ich war bis gestern nicht sicher, wie ich den Wettkampf anlegen sollte. Ursprünglich hatte ich vor, die ersten beiden Runden im Marathonwettkampftempo (5:00-5:10min/km) anzugehen, um dann in der letzten Runde das Tempo noch zu steigern. Das hatte sich im vergangenen Jahr ganz gut bewährt, aber auf Grund der hervorragenden Bedingungen am heutigen Tage habe ich mich dazu entschlossen gleich zu Beginn mehr Gas zu geben. Eine Zeit unter 1:40Stunden sollte allenfalls drinnen sein.
Start
Pünktlich ertönte das Startsignal. Paul und ich, wir wünschten uns noch gutes Gelingen und vereinbarten, dass wir uns im Ziel treffen wollen. Bis zur Startlinie lockeres traben, dann Vollgas. Der erste Kilometer war nach 3:50 Minuten erledigt – dann stellte ich Kilometer für Kilometer eine Pace um die 4:25 ein. Sehr schnell war die erste Runde erledigt (knappe 31 Minuten) und beim Zurücklaufen sah ich, nicht weit hinter mir, schon Paul kommen - super Pace.
Runde 2 -Tempo war eingestellt . Gegen Ende bekam ich unerwartet leichte Probleme mit den Oberschenkeln – die machten leicht zu. Ich weiß aber, dass ich da drüberlaufen kann und nahm etwas Tempo heraus – Schnitt um 4:35 für ein paar Kilometer. Runde 2 dauerte daher etwas länger (32,5 Minuten). In der 3. Runde wollte ich wieder etwas steigern, was mir auch geringfügig gelang. Nach wenigen Kilometern konnte ich wieder rund und etwas dynamischer laufen. 31Minuten brauchte ich für diese Runde.
Ziel
Nach einem kurz angelegte Zielsprint lief ich nach 1:34:27 Stunden ins Ziel (4:29min/km; 13,4km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, mein Durchschnittspuls lag bei moderaten 158 Schlägen).
Es dauerte nicht lange und Paul kam auch schon - alle Achtung!!! Super Leistung und tolle Pace, sein Vorhaben unter 1:40 Stunden zu finishen hat er eindrucksvoll unterboten! Herzliche Gratulation an dieser Stelle von meiner Seite.
Wir plauderten kurz, weil es aber etwas stärker zu regnen begann, trennten sich unsere Wege kurzfristig – ich bin dann noch 3km auslaufen gegangen und danach nach Hause gefahren.
Resümee
Unerwartet bin ich heute meine zweitbeste Halbmarathonzeit gelaufen – der Wien Energie Halbmarathon ist ein sehr gutes Pflaster für mich, da bin ich immer sehr gut unterwegs. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich nicht taktiert habe, sondern meine Trainingsleistung versucht habe in den Wettkampf umzusetzen. Für den VCM würde dieses Ergebnis bedeuten, dass ich unter 3:20Stunden laufen könnte, das werde ich aber sicher nicht tun, denn da muss ich Kräfte sparen für den Ironman in Klagenfurt.
Ich bin sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung und freue mich sehr für Paul, dass ihm ein Superlauf gelungen ist - gezieltes Training zahlt sich aus!!
Die 25.Trainingswoche nahm so ein hervorragendes Ende.
Ein paar Bilder, die ich nach dem Rennen mit meinem Iphone aufgenommen habe:



Keep on Running
Martin
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