Artikel publiziert um 21.20 Uhr:
Einiges zum Bionx: immer wenn ich auf ein Fahrrad umsteige, muss ich mich erst wieder an das normale Pedalieren gewöhnen. Besonders auf dem Rennrad spürt man anfangs den Unterschied zum unterstützten Treten eklatant. Um was geht es?
Naja, die Bionx-Unterstützung ist ausgeklügelter als man vielleicht denken möchte. Wenn die Unterstützung nur in der Pedaldruckphase einsetzen würde, hätte man schnell ein sich aufschaukelndes System und man würde nur ruckartig vorwärts kommen.
In Wirklichkeit setzt die Unterstützung mit einer kleinen Verzögerung ein und wirkt auch in der Gleitphase und an den Totpunkten des Pedalierens, so dass ein gleichmäßiges Treten möglich ist. Als E-Biker gewöhnt man sich sehr schnell an diesen Komfort. Sobald man aber umsteigt, ist es so, als ob jemand das Fahrrad mit einem Gummilasso zurückhalten würde, weil man darauf vergisst, in der Zug – und Gleitphase der Tretbewegung mitzukurbeln. Wie ich das zum ersten Mal erlebte, habe ich die Schuld auf ein zu weiches Hinterrad geschoben und sogar die hintere Bremse geöffnet.
Was mir in den bislang über 2350 km weiters auffiel, ist, dass das Gewicht des Motors am Hinterrad die Ursache dafür ist, dass das gesamte E-Bike bei gröberen Unebenheiten (Plaster, Löcher, Kanten, usw.) zu tänzeln anfängt und die Bodenhaftung verliert. Mit einem Wort, es brettert heftig, wenn man diese kleinen Hindernisse schnell nimmt. Vielleicht könnte man das mit einem größeren Nachlauf des Hinterrads regulieren oder auch mit dem Reifenluftdruck in den Griff bekommen. Es stört halt, wenn man Kurven brettert statt fährt.

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