Heute ist der vorletzte Tag des Wien Energie eBike-Tests.
Mein Resümee nach zwei Monaten
Für Stadtbewohner wie mich, die unabhängig vom öffentlichen Verkehr sein wollen und die ein bisschen Bewegung nicht abschreckt, sind Pedelecs eine tolle Sache. Bei mir wird so ein Pedelec in Zukunft jedenfalls zur Standardausrüstung gehören.
Ein paar Lösungen gilt es aber noch zu finden:
Die Räder und die Komponenten müssen besser vor Diebstahl geschützt werden. Ein Rad, das über 2000 Euro kostet, auf der Strasse stehen zu lassen ist ein Glücksspiel. Da fehlen noch Verbesserungen an den Rädern selbst und an der Infrastruktur (gesicherte Abstellvorrichtungen). Ich schätze, dass in ein paar Jahren die Komponenten so klein sind, dass ein Elektrobike kaum mehr von einem herkömmlichen Rad zu unterscheiden ist.
Zweitens muss der Preis runter. Derzeit sind die eBikes noch ein bisschen teuer. Das wird sich aber sicher mit den steigenden Stückzahlen und neuen Technologien bei den Energiespeichern geben. Immerhin fahren in China jetzt schon Millionen Menschen mit eBikes herum.
An Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Service lässt sich auch noch arbeiten. Meine Elektrounterstützung ist vor einer Woche während eines Ausflugs ausgefallen und war nicht mehr zu aktivieren. Seither ist das Rad beim Händler und wartet darauf, dass der KTM Vertreter (der offenbar keine Urlaubsvertretung hat) wieder aus dem Urlaub kommt. Da ich bei weitem nicht der erste mit Elektronikausfall bin, sollten KTM und der Handel hier etwas fixer sein. Mehrere Wochen ohne Rad mitten in der Sommersaison, können nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Alles in allem war die ganze Geschichte für mich eine Bereicherung. Ich werde als Fremdenführer das eBike bei meinen Fahrradtouren einsetzen und bin auch am Überlegen, meinen Gästen spezielle Touren per eBike anzubieten. Ich glaube, dass viele Touristen gern eine Radtour durch die Weinberge in Nussdorf machen würden und den Ausblick vom Kahlenberg geniessen könnten, wenn die Anfahrt mit einem konventionellen Rad nicht zu anstrengend wäre. Mit einem eBike wird das möglich.
Vielen Dank auch an Wien Energie für die Organisation! Das Voting scheint jetzt hinzuhauen: ich bin ganz überrascht, dass ich sogar bei zwei Prozent der Stimmen liege. Und alles Gute den Gewinnern!
ulrich hahnkamper
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