image title

Energiegewinnung aus Schlamm

Foto: Fernwärme Wien / Christian Houdek

Foto: Fernwärme Wien / Christian Houdek

1 % des gesamten Strombedarfs der Stadt entfällt auf die Hauptkläranlage in Simmering. Bis 2020 soll der Energiebedarf mit dem anfallenden Klärschlamm abgedeckt werden.

Zukünftig wird der bei der Klärung anfallende Schlamm in sechs Faulbehältern mit einer Höhe von je 30 Metern aufgeschichtet. Ein Blockheizkraftwerk wird die dabei entstehenden Gase in Energie umwandeln.

Derzeit werden für die Reinigung des gesamten Wiener Wassers jährlich 60 GWh Strom benötigt (= Verbrauch von ca. 20.000 Haushalten). Nach Fertigstellung werden 78 Gigawattstunden (GWh) Strom gewonnen werden, umliegende Gebäude werden von der zusätzlich anfallenden Strom –und Wärmemenge profitieren.

Zukünftig können so jährlich 40.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Kommentare

image title

Das Wiener Modell

Wien Energie ist die Nr. 1 im verantwortungsvollen Umgang mit Energie!

Das sogenannte „Wiener Modell“ verbindet umweltfreundliche Energiegewinnung mit höchsten Kraftwerks-Wirkungsgraden bei niedrigen Emissionen und gilt als ein echtes Vorzeigemodell in Europa. Das Wiener Modell verbindet Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, den Ausbau der Fernwärme und die Forcierung von erneuerbaren Energieträgern.

Kraft-Wärme-Kopplung
Wir nutzen die Abwärme bei der Stromerzeugung zur Produktion von Fernwärme. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad der eingesetzten Brennstoffe von etwa 40 Prozent (bei konventionellen Anlagen) auf bis zu 86 Prozent. Dieses Verfahren nennt man Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Im Mai 2009 wurde eine der modernsten KWK-Anlagen Europas, Simmering 1, eröffnet. Das Kraftwerk ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz, da über 1,33 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Fernwärme aus Abwärme ist eine wesentliche Komponente des Wiener Modells und macht typische CO2-Verursacher wie Öl- und Kohlebrenner überflüssig.

Effiziente Abfallverwertung
Nicht nur bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird Fernwärme gewonnen, sondern auch bei der thermischen  Abfallverwertung. Dabei nutzen wir nun schon seit über 40 Jahren Abfall zur Wärmeerzeugung. Insgesamt versorgen wir so rund 300.000 Wohnungen und 5.800 Großkunden mit umweltfreundlicher Fernwärme.

Kommentare