Heute habe ich am Donaukanal zufällig Markus Struggl getroffen. Er hatte sein ebike frisch geputzt, den Akku geladen und ein Fotoshooting organisiert.
Hier sind erste Fotos der Akteure… -> mehr dann von Markus




von Wien Energie am 10. Mai 2011
von Markus Struggl am 20. Jun 2010
von Wien Energie am 15. Mrz 2011
von matija & kathi m am 8. Jun 2010
von Wien Energie am 28. Mai 2010
Heute habe ich am Donaukanal zufällig Markus Struggl getroffen. Er hatte sein ebike frisch geputzt, den Akku geladen und ein Fotoshooting organisiert.
Hier sind erste Fotos der Akteure… -> mehr dann von Markus




Erste Ausfahrt im Regen – ganz entgegen sonstiger Radfahrgewohnheiten. So gesehen hat das E-Bike schon eine erste positive Wirkung bevor es überhaupt losfährt
Ich merke schnell, dass ich froh bin, die erste Testfahrt nicht im Stadtverkehr, sondern auf wenig befahrenen Landstraßen und kaum frequentierten Radwegen (nicht nur des Wetters wegen) zu machen. Das Dazuschalten der Motorunterstützung ist übungs- und gewöhnungsbedürftig. Speziell wenn man/frau plötzlich die Richtung wechselt, abbiegen möchte, etc., empfiehlt es sich vorher auf Stufe 1 oder 0 zurückzuschalten!
Leicht bergauf, was “am Land” ja nahezu überall der Fall ist, fährt sich’s hervorragend einfach. Motor dazu, Strufe 1, 2, 3 … ich brauche kaum Kraftanstrengung beim Treten und kleine Hügel, die sonst schon etwas Kondition erfordern, lassen sich mühelos überwinden… warum nicht gleich den Berg hinauf und die Koralpe bezwingen? Ich starte los … nun geht es steil bergan.
Die ursprüngliche “Sorge” (oder vielleicht doch eher Illusion
), Fahren mit E-Bike hätte keinerlei sportlichen Trainingseffekt, ist ganz schnell dahin. Je steiler, desto anstrengender! Nun wird sehr bald klar (nahezu schmerzlich klar
), was es heißt, dass der Motor nicht von selber fährt, sondern nur die eigene Leistung unterstützt. Und geht die Tretleistung und Radumdrehung gegen Null, geht auch die Motorunterstützung gegen Null (schrecklich, dass die Mathematik immer und überall ihre Gültigkeit hat!). So kämpfe ich mich also eine zeitlang mit zunehmend niedrigerem Gang und stets auf Stufe 4 den Berg hinauf. Die Ladeanzeige des Akkus schmilzt zusehends dahin (der Hinweis im Handbuch, dass die Reichweite auf Stufe 4 nur ca. 30 km beträgt, scheint seine Gültigkeit zu haben) und die über den langen Winter gänzlich eingerostete Kondition fordert ihren Tribut. Koralpe, ich komm ein andermal und drehe für heute auf halber Strecke um.
Bergab macht Spaß, besonders wenn frau sieht, dass die Stricherl an der Ladeanzeige wieder mehr werden! Wieder in der Ebene, probier ichs mit weiterem “Nachladen”, was aber nicht so einfach ist. Auf -4 hat man/frau das Gefühl, jemand steht hinter dem Rad und hält es (am leider nicht vorhandenen Gepäcksträger) zurück! Also -1 … oder doch besser 0? Nein, ich hab ja jetzt ein E-Bike! Also Stufe 1 … Jaaa, so macht das Fahren gleich wieder mehr Spaß. Wenns auf der Ebene flott dahin geht, dann find ich’s beinah bedauerlich, dass der Motor ab 25 km/h nicht mehr unterstützt. Insbesondere wenn der Regen wieder stärker wird und frau schnell nach Hause möchte. Aber ich hab ja eben ein E-Bike und kein Moped!
45 km später (so weit bin ich schon lange nicht mehr an einem Tag und noch dazu in so kurzer Zeit gefahren!) komme ich ziemlich nass, etwas müde, aber sehr zufrieden und immer noch euphorisch zu Hause an. Die Ladeanzeige des Akkus zeigt immer noch 2 kleine Stricherl und mit der richtigen Technik (Zurückschalten und in Schwung bleiben) haben sich die kleineren Steigungen zunehmend einfacher bezwingen lassen.
Erwähnenswerte Details (für Nicht-RadrennfahrerInnen) und Testkommentare:
So, da mein Bike keine Ausfuhrgenehmigung ins Ausland hat (richtig schade!), ich aber das verlängerte Wochenende ebendort verbringen werde, bleibt das gute Stück vorerst in Kärnten und die nächsten Testfahrten werden erst nächste Woche wieder durchgeführt.
Nachdem ich mich nun durchs Blog-Handbuch gearbeitet hab (gehör halt doch schon eher der Generation der Nicht-PC-Native-SpeakerInnen und “Stay away from facebook”-UserInnen an
), kann ich an dieser Stelle endlich auch mal “DANKE!” sagen, für die Möglichkeit das E-Bike zu testen und die tollen Geschenke zum Auftakt.
Um ganz ehrlich zu sein, bin ich ja eine “Schönwetter-Radfahrerin”. So hab ich auch nach einer kurzen Testfahrt am ARBÖ-Gelände, die mir ganz schnell klar gemacht hat, dass mit diesem Bike der Regen nicht nur von oben, sondern auch ganz massiv “von unten” kommt, beschlossen, es doch lieber ins Auto zu verladen, als fast 20 km heim zu radeln.
Der Transport im Auto (in diesem Fall VW Golf) ist ziemlich problemlos. Empfehlenswert ist lediglich eine zweite Person, die einen unterstützt (danke an den Herrn Techniker von KTM, der sich trotz strömenden Regens behilflich zeigte), um Auto und Fahrrad zu schonen. Sitze umgelegt, Vorderrad raus, E-Bike rein, Decke drauf, Vorderrad drauf (immer mit dem Ritzel nach oben, wie mir ein netter Herr bei Sport Nora empfahl, um dieses edle, empfindliche Teil zu schonen).
So gings also fürs erste auf vier Rädern und trocken nach Ottakring. Da das Interesse am Fahren doch sehr groß war, drehte ich dann schnell am Abend noch meine ersten Runden in der Garage und es folgte der Entschluss, das gute Stück am nächsten Tag mit “auf Reisen” zu nehmen. Also wieder zerlegen und ins Auto…
Nach dem Büro führte mich der erste Weg zu meinem Servicepartner “Sport Nora”, denn eins war jetzt schon klar: Ich wollte NIE WIEDER so einen nassen Hintern haben, wie am ARBÖ Übungsplatz!
Ich erwarb Kotschützer und ein Mitarbeiter vor Ort montierte sie mir umgehend und kostenlos. Da das ganze dann doch eine ziemliche “Spielerei” war (ein Loch etwas aufbohren, eine längere Schraube suchen, den passenden Abstand zum Reifen finden, etc.) war ich sehr froh, es nicht selbst versucht zu haben.
Ich bekam dann sogar noch eine kurze Einführung ins Vorderreifen Entnehmen und Wiedereinspannen, die Bremsen kontrolliert und einige Schrauben nachgezogen. DANKE für das fachmännische, bemühte und äußerst freundliche Service an die Mitarbeiter von Sport Nora!
Dann lag mein E-Bike also wieder friedlich im Kofferraum und wir traten gemeinsam die Fahrt im Vorwochendstau nach Kärnten an. In meiner ursprünglichen Heimat (Wolfsberg/Lavanttal/Kärnten) angekommen, wurde das edle Stück mal von allen bestaunt. Besonders mein Vater, 76 und immer noch begeisteter Radfahrer, wünscht sich schon seit längerer Zeit ein E-Bike, da die Berge in der Umgebung – mit zunehmendem Alter – in den letzten Jahren immer höher wurden
Trotz Regens auch im Sonnenland Kärnten, wurden von Bekannten und meinem Vater erste Runden gedreht und erste Begeisterungsrufe laut, während ich beschloss – ganz entgegen sonstiger Radfahrgewohnheiten – doch nicht auf die Sonne zu warten, sondern mich wetterentsprechend zu adjustieren und eine erste Ausfahrt zu machen….
Bericht folgt
Wie immer bin ich auch heute mit dem Rad zur Arbeit nach Floridsdorf gefahren. Diesmal aber mit dem neuen KTM eBike und ich muss sagen das Ding macht echt Spaß!
Meine tägliche Gesamtstrecke ist pro Richtung 25km lang und geht von Purkersdorf über den Wolfersberg, dann weiter über die Amundsenstraße rauf zum Schottenhof, wieder bergab in den 17. und als Abschlusshügel über einen Teil der Höhenstraße nach Neustift am Walde. Ab denn geht’s, abgesehen von der kurzen Steigung über die Floridsdorfer Brücke, nur mehr bergab.
Da ich noch keine Erfahrung mit der Akku Laufleistung hab, wählte ich in der Ebene mal keine Unterstützung (Stufe 0). Auf den drei vorher beschriebenen Steigungen habe ich dann mit allen Unterstützungsvarianten (1 bis 4) herumexperimentiert.
1 ist ungefähr so wie mit meinem „normalen“ Rad, bei 2 merkt man schon ein wenig Hilfe. In den Steileren Passagen geht’s mit Stufe 3 schon total easy und Stufe 4 ist der absolute Wahnsinn. Ich denke, dass ich mit dauerhaft 3-4 gar nicht mehr ins Schwitzen kommen werde. Heute ist das aber eh nicht zu beurteilen weil ich durch den starken Regen, trotz Goretex, sowieso ganz nass wurde. Die Bedenken, dass Wasser ein Problem für die Elektrik sein könnte, kann ich bisher jedenfalls nicht teilen – alles hat bis zum Schluss perfekt funktioniert.
Ein ganz klein wenig Kritik muss aber auch sein: Weil das Bike keine Kotschützer hat, wird man auch von unten mit genügend Wasser und Dreck versorgt. Für den täglichen Einsatz muss man eigentlich welche montieren. Hab versucht die von meinem alter Trecking Bike zu montieren, bin aber beim Hinteren gescheitert. Der Abstand Rahmen und Reifen war einfach zu gering. Vielleicht find ich noch brauchbare oder das freundliche KTM Team besorgt uns passende (-:
Auch Kombipedale für die Radschuhe wären gerade bei nassem Wetter ein echter Vorteil. Auf den nassen Pedalen rutscht man öfter mal aus.
Der Akku ist jetzt übrigens noch ca. halbvoll – ein Mal hin und zurück (50km) sollte also drinnen sein. Am Abend kann ich genaueres sagen….
Bitte Daumen halten, dass der Regen bis dahin aufhört!
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