Die Olympischen Spiele in London haben bereits begonnen. Tausende Athleten aus aus aller Welt werden in den nächsten Wochen um die heiß begehrten Medaillen kämpfen und als RepräsentantInnen ihres Landes ihr Bestes geben.
Zusätzlich zu den beeindruckenden sportlichen Leistungen, wird aber auch eine Leistung erbracht, die vor allem der Umwelt zu Gute kommen soll. So stehen die Olympischen Spiele in London unter dem Stern der Nachhaltigkeit .
Was macht die Spiele in London nachhaltig?
Toiletten mit Regenwasser, hunderte Recycling-Boxen, und das Olympische Dorf, das später zu einem Wohnkomplex umgebaut wird, sind nur drei der zahlreichen Maßnahmen, die umgesetzt werden. Ziel ist es neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Recycling bei sportlichen Großveranstaltungen zu setzen.
Schon 2010 wurde festgelegt, dass die CO2 Bilanz geschützt/beachtet werden soll, vor allem in Bezug auf den Bau der Wettkampfstätten. Demzufolge wurden für „London 2012“ im Laufe der sieben Jahre Bau- und Vorbereitungszeit etwa 3,4 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Rund die Hälfte hiervon entfiel auf den Bau der Wettkampfstätten, des Olympischen Dorfs und des Olympischen Parks, ist also „Graue Energie“. Dieser Prozentsatz/Anteil ist deswegen so hoch, weil die bilanzierte Nutzungsdauer der Gebäude mit nur wenigen Wochen sehr gering ist. Die Nachnutzung der Wettkampfstätten blieb in der Bilanz unberücksichtigt. Besonders stark fallen bei der „Grauen Energie“ der olympische Park sowie das olympische Dorf ins Gewicht, die allein etwa 1,2 Millionen Tonnen CO2 Ausstoß auf sich vereinen.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Spiele umfasst jedoch nicht nur die CO2-Bilanz, sondern insgesamt fünf Hauptthemen: Klimawandel, Biodiversität, Abfall, soziale Partizipation und „gesundes Leben“. Im April haben die Organisatioren der Spiele den ersten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt, der die Fortschritte in diesen Bereichen aufzeichnet.
Biomassekraftwerk für die Energieversorgung
Bemerkenswert ist auch die Energieversorgung der Olympiastätten. Ursprünglich sollte ein großes Windrad die Energie für Strom, Kühlung und Heizung der Wettkampfanlagen liefern, dieses fiel später jedoch den Einsparungsmaßnahmen zum Opfer. Die Wahl fiel letztlich auf ein kleines Kraftwerk, das mit Biomasse und Gas betrieben wird. Nach dem Mega-Event soll dieses Kraftwerk im Ost-Londoner Stadtteil Stratford ca. 10.000 Haushalte rund um den Olympic Park mit Energie versorgen.

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