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Ökologische Revitalisierung des Wasserkraftwerks Opponitz

Illustration_KleinwasserkraftSeit fast 90 Jahren versorgt das Wasserkraftwerk Opponitz über 25.000 Haushalte mit Strom aus Wasserkraft. In den nächsten Jahren wird das Wasserkraftwerk von Wien Energie nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten gemäß den EU-Wasserrahmenrichtlinien modernisiert.

 

Neben der Errichtung einer Fischaufstiegshilfe wird die Wehranlage in Göstling erneuert und damit die Restwassermenge in der Ybbs nachhaltig erhöht sowie der Hochwasserschutz verbessert. Die Investitionssumme beträgt rund 30 Millionen Euro.

Der Baubeginn für die Wehranlage ist im Frühjahr 2013 nach dem Ende der Schneeschmelze geplant. Für den teilweisen Neubau des Druckstollens beginnen in Kürze die dafür notwendigen Probebohrungen. Die Fertigstellung des neuen Druckstollens in Opponitz, der auch die Effizienz der Stromerzeugung erhöht, ist frühestens 2017 geplant. Die notwendigen Behördenverfahren laufen und sind zum Teil bereits positiv abgeschlossen.

Der erste große Schritt, mit Wasserkraft Strom für Wien und das Ybbstal zu erzeugen, wurde bereits 1924 in Opponitz gesetzt. Über 34 Kilometer bahnt sich die Ybbs ihren Weg zwischen den in der Luftlinie nur etwa 11 Kilometer entfernten Orten Göstling und Opponitz. Zwei große Schleifen muss der Fluss in diesem Abschnitt ziehen, um sich im gebirgigen Voralpengebiet seinen Weg zur Donau zu bahnen.

Mehr als 120 Meter Höhenunterschied liegen zwischen diesen beiden Orten. Diese Gegebenheiten sind für die Nutzung von Wasserkraft optimal. Gleichzeitig mit dem Kraftwerk musste die 110 kV Freileitung Opponitz – Gresten – Wien gebaut werden. An die Planer und Bauausführenden wurden aufgrund des schwierigen Geländes große Anforderungen gestellt. Es galt, einen Großteil des Wassers der Ybbs über ein ausgeklügeltes Stollen- und Brückensystem nach Opponitz zu führen, ohne dabei zu viel an Höhe zu verlieren.

Opponitz – Pioniergemeinde der Stromerzeugung für Wien und das Ybbstal

Das Druckrohr leitet das Wasser auf einer Länge von nur 238 Meter vom Wasserschloss in das 116,1 Meter tiefer gelegene Krafthaus: Gewaltige Kräfte treten auf. Kräfte, die über die drei Turbinen und die daran angeschlossenen Generatoren in elektrische Energie umgewandelt werden. Genug Energie, damit es sich lohnt, den Strom nach Wien zu leiten und auch um den gesamten Bereich des oberen Ybbstales damit zu versorgen.

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