image title

Elektrofahrräder- der Konsument hat verglichen

ebike_Helga-6123

Pedelecs, so die korrekte Bezeichnung für Elektrofahrräder, sind umweltfreundlich und bequem. Doch im Labor enttäuschten gleich mehrere renommierte Marken wegen Sicherheitsmängel.

Der Konsument testete die E-Fahrräder auf ihre Tauglichkeit und auch wir wollen euch die Ergebnisse kurz darstellen. Pedal-Electric-Vehicle, wie die getesteten Produkte  exakt heißen, gehören zur kleinen Familie der Levs (übersetzt der Leicht-Elektro-Fahrzeuge) und zeichnen sich dadurch aus, dass sich der elektrische Hilfsmotor nur zuschaltet, wenn man selbst auch tritt. Bei E-Bikes ist das nicht erforderlich. Gemeinsam ist allen Pedelecs auch, dass sie trotz Motor nicht als Kraftfahrzeuge, sondern als Fahrräder gelten- womit keine Versicherung, keine Nummerntafel, kein Führereschein und kein Helm benötigt wird.

Der Labortest

Im Labor getestet wurden unter anderem Komforträder (unisex) sowie Trekkingräder (Heerenmodelle). Vor allem schlecht funktionierende Bremsen, gebrochene Lenker und mangelnde Ausstattung führten zu einem unerfreulichen Ergebnis. Die Marken Raleigh und Diamant schnitten durchschnittlich ab und sind somit die Gruppensieger des Tests. Die renommierten Marken KTM und Kettler schnitten wegen gravierender Sicherheitsmängel eher schlechter ab.

Die Kosten

Die Kosten liegen bei Elektrofahrrädern deutlich höher als bei herkömmlichen Drahteseln. Während ein normales Stadtfahrrad ca. 520 Euro kostet, liegt der Preis eines Pedelecs bei 1.685 Euro. Im Test reichte die Preisspanne von 800€ – 2.700€. Ein Ersatz-Akku kostet zwischen 300€ und 800€.

Die Reichweite

Im Betrieb bringen die E-Fahrräder durchschnittlich eine Reichweite von 51 km. Allerdings gibt es große Unterschiede: Während dem Modell von Ruhrwerk schon nach ca. 23 km der Saft ausging, brachte es das Kalkhoff auf ca 75 km.

Der Feldtest

Vom Fahrerlebnis waren alle Testpersonen, auch die Skeptiker, äußerst angetan. Die Beliebtheit des E-Fahrrads zieht sich durch alle Alters- und Berufsschichten. Ideal sind die Räder für alle Umweltbewussten, deren sportlichen Ambitionen sich in Grenzen halten. Der Energieverbrauch der Pedelecs ist, im Vergleich zu anderen konkurrierenden Möglichkeiten der motorbetriebenen Fortbewegung, äußerst bescheiden.

Den ausführlichen Artikel findet man als Abonnent auf der Konsument Website bzw. in der Ausgabe 08/11

Kommentare

image title

Info-Veranstaltung “Go-Pedelec”

E-Bike_KTM_komprimiertMorgen findet von 9-12 Uhr eine Info-Veranstaltung zum Thema Pedelec beim Don Bosco Haus, St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien statt. Vortragender ist Pedelec-Experte Hannes Neupert von ExtraEnergy.

Elektromobilität kann eine Lösung des Energieproblems im Mobilitätssektor sein. Elektroautos sind aber noch nicht marktreif und haben hohe Preise. Pedelecs jedoch sind bereits weit verbreitet und zu angemessenen Preisen erhältlich.

Das EU-kofinanzierte Projekt „Go Pedelec!“ bietet Beratung im Bereich Pedelecs durch unabhängige Experten, die Qualitätsunterschiede zwischen Pedelecs aufzeigen und auf unterschiedliche Kundenerwartungen eingehen. Viele Kunden kaufen derzeit ‘falsche’ Produkte (nicht zu ihrem Nutzerprofil passend oder generell minderwertig). Außerdem werden wichtige Tipps zu den Themen Infrastruktur (Stecker, Verkabelung, sichere Abstellanlagen, Batteriesicherheit, etc.) und entsprechende Trends gegeben.

Programm

09:30 – 09:45 Thomas Lewis (energieautark consulting gmbh): Kurzdarstellung des EU-Projekts “Go Pedelec!”
09:45 – 10:00 Markus Maxian (die umweltberatung): Vorstellung der Broschüre über Pedelecs
10:00 – 10:30 Hannes Neupert (ExtraEnergy): Marktübersicht, Trends, Qualitätsunterschiede
10:30 – 10:45 Kaffeepause
10:45 – 11:30 Hannes Neupert (ExtraEnergy): Batterie, Motor, Ladestationen

Die Veranstaltung ist für alle gratis, die mit ihrem Pedelec oder E-Bike vorbei kommen. Aus Platzgründen wird dennoch eine Anmeldung per Mail an christiane.edegger@energieautark.at benötigt.

Kommentare