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Und es gibt sie doch!

Kennt Ihr das Phänomen, dass Ihr z.B. nie rote T-Shirts auf der Straße seht und kaum habt Ihr selbst eines an, kommt Euch plötzlich dauernd jemand anderer mit einem roten Leiberl entgegen?

So ähnlich geht’s mir mit den Radwegen in Wien. Zuerst dachte ich, die gibt’s nur im Werbeprospekt vom Infrastrukturstadtrat, langsam aber sicher entwickle ich aber einen Riecher dafür, wo sie sich verstecken.

Manchmal nehme ich Radwege erst wahr, wenn ich de facto schon darauf herum radl. Meinen neuen Lieblingsradweg an der Rechten Wienzeile habe ich so entdeckt:

Radweg Rechte Wienzeile

Radweg Rechte Wienzeile

Aber um’s klarzustellen: das ändert nichts daran, dass einige Radwege in Wien von Sadisten oder Automobillobbyisten geplant worden sein müssen (wieder ohne Binnen-”I”, weil ich Frauen soviel Bosheit gar nicht zutraue).

Den Ringradweg z.B. meide ich wieder der Teufel das Weihwasser, der ist lebensgefährlich, wenn man heute noch irgendwohin kommen muss und ergo nicht langsamer fährt, als Japaner schlendern.

Immer wieder spaßig auch der Gürtelradweg dort, wo er vom Inneren zum Äußeren wechselt.

Stellenweise kaum über einen Meter breit, dafür aber mit zwei neunzig Grad Kurven garniert. Da kam mir am Donnerstag eine junge Frau auf so einem überlangen Lastfahrrad entgegen. Hut ab vor ihrer akrobatischen Leistung, mit der langen Fuhre um die Kurve zu zirkeln, aber für mich hieß es zusammenschleifen und stehenbleiben.

Gibt’s eigentlich ein Web-Portal, wo den zuständigen Radlwegbauern Wiens Hinweise und Bitten auf unklompizierte Art und Weise näher gebracht werden können?

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