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Die ersten 1000 km am KTM eCross

Artikel publiziert um 21.45 Uhr:

Eigentlich hätte schon gestern die 1000 km Marke fallen sollen, doch eine 3 stündige Couchsitzung auf einer Botschaft im Auftrag unseres Veloce Visum Service machte das Vorhaben zunichte. Heute aber fiel sie, die mythische Marke. 1000 (tausend) Wienkilometer seit 2. Juni. Nicht gerade viel für einen Boten, aber weg zu rechnen sind Fronleichnam und der darauffolgende Fenstertag samt alle Wochenendtagen, sodass sich die 1000 km (ja ich weiß, ich wiederhole mich :-) ) auf 15 Tage auf teilen. Geschwind den Rechner gezückt diabolische 66,66 km pro Tag.

Für eine Bilanz ist es immer noch zu früh, doch das Wichtigste ist für mich, dass ich mittlerweile gut damit zurecht komme und Vertrauen – mit kleinen Vorbehalten bzgl. E-Antrieb – in die Zuverlässigkeit des KTM eCross habe.

Ein paar Fotos zur Illustration:

Brenner.Veloce 3 Stunden Couchsurfen auf Botschaft

Brenner.Veloce 3 Stunden Couchsurfen auf Botschaft

Das erste Mal auf Stufe 4 - Argus Bikefestival 2010410 Brenner.Veloce

Das erste Mal auf Stufe 4 - Argus Bikefestival am 4. April (Foto: Schuvi von Veloce)

20100607 Tausch des Ladegeräts durch Donau-Fritzi himself in Nußdorf

20100607 Tausch des defekten Ladegeräts durch Donau-Fritzi himself in Nußdorf

20100608 Tut Anch Amun

Mit Tutenchamun am Wiener Stephansplatz

Kollege Mitosch schaut sich das KTM E-Bike an

Kollege Mitosch schaut sich das KTM eCross an

20100624 Brenner.Veloce mit 1000 km am KTM eCross

20100624 Brenner.Veloce mit 1000 km am KTM eCross

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4. Tag – Das Wundersame an Terminzustellungen und die Direttissima zum Küniglberg

Artikel publiziert um 23.50 Uhr

Das Wundersame an Terminzustellungen (Zustellung z.B. um Punkt 10.00 Uhr beim Empfänger) ist, dass sie entgegen allen Erwartungen in 95 von 100 Fällen hin hauen. Voraussetzung: es kommt nichts dazwischen wie z.B. ein Fahrrad das nicht funktioniert, wie es sollte; oder ein Aufzug, der – so endlich er kommt – sich als Schlüsselbedienungseinrichtung entpuppt, danke, dann gemma halt die 5 Stockwerke Altbau zu Fuß, usw. [der KTM-E-Crosser hat natürlich brav seinen Dienst verrichtet, das vorweg].

Nein, aber die Geschichte ist die, dass ich von unserem mächtigen “Veloce.Visum.Service“  den Auftrag erhielt, um Punkt 10.00 Uhr im 13ten bei einem Konsulat zwei Pässe abzuholen, um sie dann so schnell als möglich bei einem anderen Konsulat im 14ten einzureichen. Sollte es nicht klappen, dann Tod, Verderben und ewige Verdammnis im Reich der Zuspätgekommenen.

Das mit 10.00 Uhr klappte auch hervorragend, nur dass ich die freundliche Auskunft vom Mann hinter dem Schalter erhielt, dass die Pässe erst um 12.00 Uhr fertig seien. Ich bei mir: hm, das 2te Konsulat hat eh bis 13.00 Uhr offen, dann würd sich‘s schon ausgehn, wenn ich wieder um 12.00 Uhr her komm. Rückmeldung bei unserem Funkergott „Sparki“, dass ich jetzt frei sei, aber um 12.00 Uhr und nicht später wieder im 13ten sein müsse. Okay, ein wenig warten, bis er einen Auftrag für mich hatte.

5.ter, Margarethenstraße kleine Nummer in den 1.ten. Gut, vor Schloss Schönbrunn an der Ampel stand eine Ladebordwand.

Ladebordwand gibt Windschatten, aber man muss höllisch aufpassen

Ladebordwand gibt Windschatten, aber man muss höllisch aufpassen

Hinterher mit einem 40er am Tacho rein in die City. Man muss dabei höllisch aufpassen und ständig die Finger an den Bremshebeln haben, aber solche Gelegenheiten sind einfach zu gut, als dass man sie nicht nutzen könnte. Wie ich in der Margareten war, kriegte ich noch einen Auftrag 6 nach 9 und dazu dann 1 nach 3. Als ich gerade im 1ten Bezirk war, teilte mir Sparki schon die ersten Aufträge wieder raus in den 13ten und 14ten zu.

Und die Uhr tickte. Abholung um Abholung, endlich gings wieder in Richtung 13ten zu meinem lebenswichtigen 12.00 Uhr Termin. Jetzt noch eine Bestellung im 5ten für den 14ten (Sparki: ist ein bisschen weit draußen, aber das E-Bike macht das schon, gell!! Harhar – kennt ihr die Westautobahnauffahrt, da war es dann – neuer persönlicher Westrekord). Verdammt, im 5ten fangen die kleinen Nummern oben an der Wiedner Hauptstraße an und gehen dann aufsteigend runter zur Margaretenstraße. Puh, hab ich verwechselt, ein Rieseneck musste noch gefahren werden, und die Abholung dauerte länger als gewöhnlich, weil es für den Kunden so aufregend war, einen Fahrradkurier bestellt zu haben, einen VELOCE-FAHRRADKURIER!!. Ja, find ich gerade toll wie Kindergeburtstag, wirklich.

Und endlich weiter: jetzt entscheiden. Über die Eichenstraße und Fasangartenstraße den Schönbrunner Schloßpark umfahren, um dann über die Lainzerstraße hinunter zum Konsulat zu stoßen oder doch gleich die Reinprechtsdorfer runter und dann die Standardroute Richtung Westen. Ich schaute auf die Uhr und entschied mich für die beherrschbarere Variante: Standard. Einige vielleicht etwas leicht antizipierte Grünampelphasen und einer extensiven Kraftausdauereinheit bei warmem Gegenwind später stand ich wie gehabt pünktlich um 12.00 Uhr vor dem Konsulat. Es blieb sogar Zeit für ein Dokumentationsfoto, so stolz war ich.

Terminzustellung Punkt 12.00 geschafft

Terminzustellung Punkt 12.00 geschafft

Ich bekam die 2 Pässe vom nun mir als lieb und freundlich scheinenden Herren hinter der Glaswand und hatte nun eine Stunde minus 5 Minuten Zeit, um in den 14ten zum zweiten Konsulat zu kommen. Wie ihr bereits wisst: sonst Tod, und alles Übel dieser Welt.

Sparki fragendrufend am Funk: „Brenner!?“ Ich in das Funkgerät: „Ja, Brenner in der Auhof“, „Brenner, geht noch a Küniglberg für den 5ten?“, … Gedenkminute … „Ja okay, geht sich aus“, „Okay, Küniglberg, Zimmer …., geht in den 5ten …gasse!“ Ich: „Brenner, okay“. Sparki: „Brenner, danke!“ .

Also dann, jetzt gilts, das muss ich abholen, bevor ich zum Konsulat in den 14ten fahr, denn man kann nie wissen, wie lang es dort dauert, und dann kann es passieren, dass der Küniglberg anruft, um nachzufragen, wann ich denn die Sendung abholen komme. Ganz schlecht wäre das, gaanz schlecht. Nachfragen stinken. Sie verdeutlichen allen Beteiligten – Telefonisten, Funkern, Kollegen, Kunden –  dass du langsam bist und unpünktlich und unzuverlässig. Also lieber schnell sein.

Und jetzt kommt die Direttissima zum Küniglberg ins Spiel. Sie ist mit einem normalen Rad nur bei besten Bedingungen befahrbar und da auch nur unter unverhältnismäßig großer Anstrengung. Ich bin im Laufe der Jahre vielleicht einmal ohne Abzusteigen raufgekommen und sonst immer gescheitert. Wie ihr am Foto mit eingezeichnetem GPS-Track sehen könnt, geht sie schnurstracks auf gerader Linie durch den Park und mündet dann an der höchsten Stelle in die Ecke Elisabethallee/Würzburggasse beim ORF.

Brenner.Veloce - Direttissima Küniglberg

Brenner.Veloce - Direttissima Küniglberg

Der KTM-E-Crosser ist seinem Namen spielend gerecht geworden. Genug Power, genug Grip, genug Stabilität und fertig war die Gschicht. An der höchsten Stelle erreichte ich eine grasbewachsene Lichtung, wo jetzt ein neuer großer Spielplatz hin gebaut ist und wo sich heute auch eine Schulklasse aufhielt, als ich am Crosser und mit Veloce Rucksack plötzlich aus dem Wald heraus auftauchte. Der Kicherpegel stieg merklich, die Lehrpersonen grüßten lachend und ich grüßte lässig die rechte Hand leicht vom Lenker hebend zurück. Das sind die Momente, Leute! Danke KTM-Wien Energie Veloce E-Bike!

Ab da war alles nur noch Wolke 7. Ich war dann schon um 12.30 Uhr beim Konsulat im 14ten, reichte die zwei Pässe ein und holte wiederum einen anderen Pass für das Veloce Visum Service ab, radelte am Radweg entspannt und ewig und drei Tage lang bis in den 5ten, wo es dann sogar Trinkgeld von einer wunderbar netten Frau gab „wegen der Hitze für ein Eis“ und dann endlich zurück in die Veloce Zentrale, wo ich den Pass im Visum Service bei Kollege „Argus“ abgab mit der Information, dass die beiden anderen Pässe zeitgerecht am Freitag abgeholt werden können. Morgen: same time same station. Gute Nacht

Brenner

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