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Fazit

Heute war mein letzter Tag mit dem eCross. 2522 km stehen schlussendlich am Tacho. Mein Fazit über das KTM eCross als Boten-Radl: zuverlässig bis zur Selbstverleugnung (es fährt auch ohne Strom), aber zu langsam (liegt an der StVO) und zu schwer (liegt an der Ausstattung und am Bionx-System). Ich wünschte mir die Unterstützung würde bis 35 km/h gehen und ein Gewicht um die 12 bis max. 15kg, aber am liebsten 10 kg.

Wendet man den Blick aber der Wiener Verkehrssituation zu, die ja ein Faktor für die eigene Schnelligkeit ist, muss noch einiges getan werden. Momentan fühlt man sich wie in einem riesigen Supermarkt voll Kunden, in der nur eine Kassa geöffnet hat. Es sind einfach zu viele Autos in der Innenstadt unterwegs. Die Busse müssen teilweise auf den Gehsteig ausweichen, um an den geparkten Autos vorbei zu kommen. Das kann’s nicht sein.

Aber warum so viele Autos? Ich habe über 20 Tiefgaragen im und am 1. Bezirk liegend gezählt. Man kann sogar unterm Stephansdom parken, wenn man will. Dazu die unzähligen normalen Parkplätze. Selbst am Josefsplatz und Heldenplatz gibt es Autostellflächen. Das Fahrrad und das Pedelec ziehen gegenüber dem Auto zwangsläufig den kürzeren, sobald der Nutzer über das Verkehrsmittel seiner Wahl entscheidet, weil es zugegebenermaßen nicht so bequem zu benutzen ist. Selbst ein Pedelec wird nie den Komfort bieten können, den ein Auto zur Verfügung stellt.

Ich sage: es darf gar nicht zu dieser Wahl kommen. Der Weg in die Innenstadt muss den Autos so sehr erschwert werden, dass sich diese Wahl aus Vernunftgründen erübrigt. Ich hab das in Montpellier (Frankreich) verwirklicht gesehen. Die großen Einfallstraßen haben nur mehr eine einzige KFZ-Spur. Die restlichen Fahrspuren sind den Öffis und dem Fahrrad vorbehalten. Stau ohne Ende für jene Autofahrer, die das preiswerte Park&Ride Angebot von Montpellier nicht nutzen. Das empfand ich als echten Fortschritt. Und erst wenn weniger Autos da sind (ich schließe da die kommenden E-Autos ein), kann man über Shared Space u.a. Verkehrskonzepte, die die Nutzung des Fahrrads forcieren, reden. Bis dahin ist alles Krampf und Kampf.

Trotzdem, allen E-Bikern und Ex-E-Bikern weiterhin gute Fahrt und großen Dank an Veloce und Wien Energie für die Testmöglichkeit. Es hat Spaß gemacht!

Brenner

P.S.: in eigener Sache, so mir das gestattet ist: ich starte mit 3. August eine citycyclingschool, um Techniken für ein sicheres Fortkommen in Wien auf dem Fahrrad zu vermitteln. Interessierte sind herzlich willkommen, die ersten 10 erhalten Gratis-Unterricht (7 Plätze sind noch frei)

Schlusszählerstand: 2522 km am KTM eCross

Schlusszählerstand: 2522 km am KTM eCross

KTM eCross nach 2522 km vor Veloce Zentrale

KTM eCross nach 2522 km vor Veloce Zentrale

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Wichtig ist, dass man fährt.

Artikel publiziert um 21.30 Uhr:

Jetzt ist der Juli doch noch zum Juli geworden, wie man ihn gewohnt ist. Tagsüber schwüle Temperaturen und am späten Nachmittag dunkle Wolken, Donner, Blitz und Prasselregen. Dann wartet man unter irgendeinem Vordach bis es vorbei ist, fährt los und 20 Sekunden später platscht es wieder wie aus Kübeln vom Himmel. Doch der Regen ist warm, die Straßen nicht allzu dreckig und wenn es wieder aufgehört hat, wird man sowieso schnell trocken.

Wichtig ist, dass man fährt. Nur so kommt Geld in die Kasse und man kann seine Rechnungen bezahlen. Im Juli/August ist aber weniger los. Also ändert man seinen Fahrstil. Längere Anfahrten als sonst werden kommentarlos in Kauf genommen, Stehzeiten stoisch durchgestanden mit hellwachen Ohren am Funkgerät, ob ein neuer Auftrag durch gesagt wird. Kosten/Nutzen Relationen milder beurteilt. Irgendwie weniger aber intensiverer Stress.

Und man kann immer Glück haben. Will heißen, zum einzelnen, einsamen Auftrag, den man ohne Hoffnung auf Besserung erledigt, können sich aus heiterem Himmel zwei drei hinzugesellen, weil man der einzige erreichbare Bote in der Gegend ist, der gerade weit weg von der Zivilisation,sprich Zentrum, unterwegs ist. Das erhellt die Miene, das macht dann Spaß.

Brenner

P.S.: einziger Bezug zum eCross in diesem Artikel wenn auch indirekt: das mit der Wichtigkeit des Fahrens setzt voraus, dass das Material entsprechend funktioniert. Das eCross ist zwar schwer und langsam, aber es ist zuverlässigst. Davor ziehe ich nach zwei Monaten im Dienst von Veloce meinen Hut respektive Uvex-Radhelm.

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Spuren der Sonne

Artikel publiziert um 22.10 Uhr

Die Sonne hinterläßt mittlerweile ihre Spuren, wie ihr am Foto sehen könnt. Ich muss aber gestehen, dass ich diese Markierungen als sichtbare Zeichen meiner Tätigkeit sorgfältig pflege. Identity, you know!

Brenner.Veloce - Spuren der Sonne

Brenner.Veloce - Spuren der Sonne

Viele sprechen mich auf das Foto in der aktuellen Ausgabe des Magazins für Fahrradkultur Velosophie an. Ein typischer Fall von in die Kamera Schauen, aber in Wirklichkeit schaut die Kamera dich an. Eigentlicher Untertitel: “Nach 9 Veloce-Stunden am E-Bike bei über 30° C.” Ich zeigs jedenfalls nicht meiner Mama, die kriegt einen Herzinfarkt.

Heute wieder viel Kontakt mit interessiertem Publikum: drei Burschen in der Wiedner Haupt, kleine Nummer, diskutierten grade über mein abgestelltes eCross, als ich vom Kunden zurück kam. Freundliches Auskunft Erteilen ist klar immer drin, Fahrrad wurde angehoben und mit lautem “Boah” kommentiert. 25 km/h ist zu langsam, na eh. Am Anstieg reichts aber. Stimmt. Weiter fahren.

Später eine junge Frau, die mein Trikot sah und ganz genau wissen wollte, was das E-Bike sei, wie es funktioniere, wo man es testen könne. Ich verwies auf blog.wienenergie.at und freute mich über so viel Pedelec-Wissbegierde. In der Früh auch ein Expertengespräch mit Veloce Kollege “Hansolo” über das Drehmoment beim Schalten auf ein kleineres Ritzel. Diffizil, schlußendlich: am Bionx liegt ein kleineres Drehmoment an (Hebelgesetze – kleineres Ritzel = kleinerer Hebel, der auf den gleichbleibenden Hebel des Bionx einwirkt >> kleineres Drehmoment am Bionx). Relevant ist das für die Wahl der optimalen Trittfrequenz, um die optimale Leistung des Bionx aufzurufen. Allerdings muss der Zusammenhang Trittfrequenz-BionxUmdrehungen noch geklärt werden. Mal schaun.

Brenner

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Critical Mass Wien

Artikel publiziert um 11.15 Uhr

Nach über 8 Stunden am Rad für Veloce und einer anstrengenden Woche mit viel Regen ging sich zusammen mit Kollege Fortuna, unserem Veloce-FahrerInnensprecher, am späten Freitag Nachmittag noch ein Besuch der Critical Mass Wien am Schwarzenbergplatz aus. Es war meine erste Teilnahme und ich bin beeindruckt über die große Anzahl der TeilnehmerInnen und die bunte Vielfalt an Fahrrädern. Als wir am Treffpunkt rund um den Brunnen ankamen, war schon eine große Menge versammelt, die sich mittels Klingeln, Hupen und sonstiges Geklirr auf das bevorstehende gemeinsame Radfahren durch die City einstimmte. 

Offiziell war es ein “Naked Bike Ride“, aber die schlichte Nacktheit war den wenigen, die sich dieses Motto zu Herzen nahmen, nicht Herausforderung genug und es schien mir eher, als ob es um eine möglichst spielerische wie bunte Kostümierung ging. Ein mächtiges Thumbs Up von mir!

Je näher der Start rückte, desto höher wurde der Lärmpegel. Man wollte endlich los fahren und tat dies so laut als möglich kund. Im Kreis rund um den Brunnen hatte das die Szenerie von einem Feldlager, das kurz vor dem Aufbruch stand und für mächtig Wirbel sorgte. Einfach nur geil!

Mein Blick wurde immer dann besonders achtsam, sobald ich die das Critical Mass begleitenden Fahrrad-PolizistInnen vor das Auge bekam. Muss schon sagen, dass sie ihre Fahrräder professionell bewegen und ziemlich gut aussehen. Fahrrad-PolizistInnen sind definitiv Zielgruppe für ein schickes KTM-Pedelec!

Als es dann endlich los ging, stand ich zum ersten Mal in meinem Leben im Fahrrad-Stau, und das ausgerechnet auf dem RENNweg. Und zum ersten Mal in meinem Leben fand ich das richtig gut und positiv und viele andere guten Dinge. Hier traf  Thomas Stangl auf mich und wir tauschten unsere Erfahrungen mit dem E-Bike aus. Großes Thema: sollen wir es kaufen oder nicht. Bei beiden: wir haben schon zu viele Räder daheim herum stehen, übrigens ein typisches Problem passionierter RadfahrerInnen. Conclusio: mal schaun :-) ) .

Wir fanden auch Gelegenheit, dem ein oder anderen Mitfahrer Auskunft über den KTM E-Crosser zu geben. Das hab ich mittlerweile so oft gemacht, dass ich mir überlege, eine DIN A5 Seite mit den geläufigsten Infos zum Pedelec zusammen zu schreiben und immer ein paar Kopien zur Hand zu haben. Die Eckpunkte stehen jetzt schon fest: 25 kg, 25 km/h, 90 km, den ganzen Tag, 2200 Euro, 4 Stunden. Die Pedelec User unter euch wissen was damit gemeint ist, alle anderen können mich gerne über meine E-Mail Adresse im Profil kontaktieren.

Brenner.Veloce

18. Juni Critical Mass Wien: Start am Schwarzenbergplatz

18. Juni Critical Mass Wien: Start am Schwarzenbergplatz

18. Juni Critical Mass Wien

18. Juni Critical Mass Wien

Veloce Kollege Fortuna grad noch am Bild

Veloce Kollege Fortuna grad noch am Bild

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RegenRegenRegen – FahrenFahrenFahren

Artikel publiziert um 22.45 Uhr

Veloce Boten und Botinnen fahren bei jedem Wetter. Immer. Zu jeder Jahreszeit und egal bei hohen oder tiefen Temperaturen. Und das Material, mit dem sie unterwegs sind, will heißen Fahrrad, Kleidung, Veloce-Rucksack, Handy, Funkgerät … muss den damit verbundenen Belastungen dauerhaft gewachsen sein. Das ist eine Frage der Qualität aber auch der Pflege. Wie ihr euch denken könnt, hat man als Bote/Botin nach einer 8-Stunden-Einheit im Regen, wie heute, nicht den Nerv das Fahrrad auseinander zu nehmen, alle Teile zu reinigen, neu zu fetten und wieder zusammen zu setzen.

Vielmehr ist es so, dass man eigentlich nur die Kette ein wenig mit einem leichten Kettenöl reinigt und schmiert und wenn nötig, die Bremsen nachzieht, damit die Bremshebelwege nicht zu lang werden. Das muss reichen und reicht auch in der Regel, bis irgendwann dann doch die Kette samt Ritzelpaket ausgetauscht gehören oder die Bremsbeläge ersetzt oder die Reifen erneuert oder die Laufräder nachzentriert werden müssen. Und um Geld zu sparen, macht ein Bote diese Arbeiten selbst.

Für das E-Bike gilt all das plus die Wartung des Bionx-Antriebs. Ich komme darauf zu sprechen, da heute nachmittag ein paar Aussetzer des Antriebs zu verspüren waren. Am Steuerdisplay stand die “2″, aber es gab keine Antriebsunterstützung, sobald ich in die Pedale trat. Mein erster Gedanke war: ich muss die Veloce-Zentrale verständigen, die sollen das Bike abholen und zum Donau-Fritzi bringen. Mit drei Aufträgen im Rucksack aber ein Ding der Unmöglichkeit. Der zweite Gedanke: dann fahr ich halt ohne Unterstützung weiter. Das wäre aber ungünstig gewesen, denn ich musste vom ersten Bezirk hinauf in den 16.ten bis ans Ende der Hasnerstraße. Mit einem 25 kg-Bike eine sportliche Herausforderung, auf die ich nach 6 Stunden Fahren im Regen nicht gerade gewartet habe.

Dann fiel mir auf, dass sobald ich die Bremshebel betätigte, der Generator-Modus sehr wohl funkionierte und es kam mir der Gedanke, es könnte ein Kontaktfehler vorliegen. Also überprüfte ich die Kabel-Steckverbindungen sowie den Kontakt des Akkus zur Buchse, indem ich ihn aus der Halterung nahm. Und siehe da, ich stellte fest, dass die Buchse mit Wasser gefüllt war. Also entfernte ich das Wasser und schon funktionierte das ganze System wieder. Glück gehabt. Die Hasnerstraße über die Neustiftgasse und Anfang Koppstraße zu erreichen war nun wieder ein Kinderspiel.

Brenner.Veloce

Stau in der 7., Burggasse - Veloce.Brenner hat freie Fahrt

Stau in der 7., Burggasse - Veloce.Brenner hat freie Fahrt

Stilleben Veloce Rucksack und KTM E-Bike. Im Hintergrund: REGEN

Stilleben Veloce Rucksack und KTM E-Bike. Im Hintergrund: REGEN

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Schau, der Veloce foaht mit an Elektro-Radl

Artikel publiziert um 21.30 Uhr

Nach dem beschwerlichen Wochenende am Rennrad mit 230 km und 4000 hm in Tirol war ich heute richtig froh, am KTM-Ebike sitzen zu können und es arbeiten zu lassen. Bei starkem Westwind in Richtung Westen nach Hietzing zu radeln ist halt was anderes, wenn man es am E-bike macht oder am normalen Rad. Bei letzterem ist jede Kurbelumdrehung ein Akt der Kraft, bei ersterem ein heiteres wie gelassenes “Lasse rolle”.

Heute war also ein Tag der “aktiven Erholung” und der Muse. Da sind mir die Kommentare der – so hab ich es jedenfalls empfunden – oftmals staunenden Passanten aufgefallen: “Schau, der Veloce foaht mit an Elektro-Radl!” tönte es vom Gehsteig runter, was mir einen Grinser entlockte. Oder zwei Taxlern musste ich tatsächlich genaue Auskunft über Reichweite und Höchstgeschwindigkeit des KTM-Geräts geben.

Ausgerechnet Taxifahrern, lustig. Aber dann doch nicht so unlogisch, denn wer den ganzen Tag im Auto sitzt, kann ja vielleicht ein Bedürfnis entwickeln, ab und zu ein Fahrrad zur Fortbewegung zu verwenden. Also KTM: TaxifahrerInnen sind auch Zielgruppe :-) )

Brenner

P.S.: ein neues Passfoto hab ich auch

Brenner Gde. Veloce Passfoto

Brenner Gde. Veloce Passfoto

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Akkumanagement und kompetente Hilfe von Sports Experts in der 14. Hackinger Straße

Artikel publiziert um 22.45 Uhr

Wien Energie wird mit meinem Akkuverbrauch keine Freude haben. Ich fahr nach getaner Schicht – also nach 7 bis 8 Stunden – immer mit mindestens 2 Rest-Stricherln in die Veloce Zentrale zurück, wo sogleich der Akku auf das Sorgfältigste aufgeladen wird. Aufgrund der Erfahrung mit dem kaputten Ladegerät und den Anforderungen der Bedienungsanleitung kümmern sich um diese Aufgabe genau zwei Personen. Ja, richtig gelesen, es gibt ein Akkumanagement-Team. Grisi, die Bürochefin höchstselbst sorgt für die Einhaltung der Prozedur, also Einstecken an der Steckdose, Einstecken am Akku und dann erst Einschalten des Ladegeräts. Funker Sparki hingegen hat die Aufgabe, festzustellen, wann das Laden beendet ist.

Das ist gar nicht so leicht, denn das Ladegerät macht nicht etwa Pieps, sondern unterbricht mit voller werdenem Akku immer öfter das Lüftergeräusch, bis es schließlich in eine Art asthmatische Darth Vader Atmung verfällt, was dann das sichere Zeichen für Sparki ist, Grisi Bescheid zu geben, dass sie das Ladegerät wieder vom Netz nehmen kann. Wohlgemerkt ist dabei auch der Stecker aus der Steckdose zu ziehen (Bedienungsanleitung), Abschalten allein ist zu wenig. Ein Glück, dass Wien Energie einen Reserve Akku zur Verfügung gestellt hat. Einer von beiden ist immer voll, sobald ich in die Zentrale komme. Danke Grisi und Sparki!

Akkumanagment Veloce

Akkumanagment Veloce

Die Story des Tages ist aber die schnelle und kompetente Hilfe von Sport Experts in Person von Stefan Hitsch in der 14. Hackinger Straße, der mir bei einem Platten am Vorderrad aus der Patsche geholfen hat. Ich hatte keinen Reserveschlauch mit mir und auch den Schlüssel für den Sicherheitsschnellspanner vergessen. Beides war kein Problem für Stefan Hitsch. Zack tsching bumm war alles schon wieder repariert und ich konnte mit lediglich 10 Minuten Zeitverzögerung weiterfahren. Vorher Foto Machen war eine Ehre. Danke Stefan Hitsch!

Veloce - Das KTM E-Bike in der Sports Experts Ambulanz

Veloce - Das KTM E-Bike in der Sports Experts Ambulanz

Stefan Hitsch von Sports Experts in der 14. Hackinger Straße

Stefan Hitsch von Sports Experts in der 14. Hackinger Straße

Und abschließend ein Google Earth Screen Shot der gesammelten Werke des KTM E-Bikes vom 8. – 11. Juni. Übers Wochenende gönne ich ihm eine wohl verdiente Pause, während ich selbst zusammen mit Freunden mit dem Rennrad die Strecke des Ötztaler Radmarathons bewältigen werde. Denn nur weil man sein Hobby zum Beruf macht, muss man es nicht gleich aufgeben, nicht wahr?!

Schönes Wochenende wünscht Brenner.Veloce

20100608-11 Brenner Veloce - Gesammelte Werke

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Brenner gefällt das

Artikel publiziert um 23.30 Uhr

Wie zu erwarten nach der gestrigen Textlawine gibt es heute eine Schreibblockade. Am Ende des Tages standen 71 km (gestern 91 km) auf dem nun durch die heftige Sonnenstrahlung etwas ins Regenbogenfarben stichige Steuerdisplay und die Aufgabe, 7 Speichen am Hinterrad nach zu ziehen, die sich gelockert hatten. Hab ich auch brav durchgeführt und werde es bei Gelegenheit vom Donaufritzi kontrollieren lassen. Jetzt noch die sich immer wieder verdrehenden Ergo-Lenkergriffe fixieren, dann sollten die üblichen Kinderkrankeiten eines Neurads auf den ersten 2-300 km bereinigt sein.

Ich find mich übrigens immer besser zurecht mit diesem doch sehr ungewöhnlichen Untersatz. Der Akkuverbrauch hält sich in Grenzen, die Bedienung der verschiedenen Kraftstufen ist einfach und wird vom Bionx-Motor zuverlässig umgesetzt. Auch das Fahren im Schritttempo sowie das Manövrieren in engen Kurven stellt kein Problem dar.

Einzig die Federgabel ist ein wenig polterig und lässt sich in Fahrt nicht blockieren oder lösen. Ich fahr sie eigentlich immer offen, also mit Federung, da ansonsten das Vorderrad durch die Hecklastigkeit des Fahrrads (verschärft durch das Transportgewicht des gelben Veloce-Rucksacks) schon bei kleinen Unebenheiten unruhig wird. So aber bleibt es am Boden und die Steuerfähigkeit ist jederzeit gegeben.

Das Handling des Fahrrads ist durch das hohe Gewicht von 25 kg sicher mit dem eines Waffenrads zu vergleichen. Es fährt sich wie ein Panzer. Man fühlt sich stark und bügelt jegliches Kopfsteinplaster, Gehsteigkanten, Kanaldeckelvertiefungen und was sich sonst noch in 5 cm Größe entgegenstellt, einfach nieder. Brenner gefällt das.

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4. Tag – Das Wundersame an Terminzustellungen und die Direttissima zum Küniglberg

Artikel publiziert um 23.50 Uhr

Das Wundersame an Terminzustellungen (Zustellung z.B. um Punkt 10.00 Uhr beim Empfänger) ist, dass sie entgegen allen Erwartungen in 95 von 100 Fällen hin hauen. Voraussetzung: es kommt nichts dazwischen wie z.B. ein Fahrrad das nicht funktioniert, wie es sollte; oder ein Aufzug, der – so endlich er kommt – sich als Schlüsselbedienungseinrichtung entpuppt, danke, dann gemma halt die 5 Stockwerke Altbau zu Fuß, usw. [der KTM-E-Crosser hat natürlich brav seinen Dienst verrichtet, das vorweg].

Nein, aber die Geschichte ist die, dass ich von unserem mächtigen “Veloce.Visum.Service“  den Auftrag erhielt, um Punkt 10.00 Uhr im 13ten bei einem Konsulat zwei Pässe abzuholen, um sie dann so schnell als möglich bei einem anderen Konsulat im 14ten einzureichen. Sollte es nicht klappen, dann Tod, Verderben und ewige Verdammnis im Reich der Zuspätgekommenen.

Das mit 10.00 Uhr klappte auch hervorragend, nur dass ich die freundliche Auskunft vom Mann hinter dem Schalter erhielt, dass die Pässe erst um 12.00 Uhr fertig seien. Ich bei mir: hm, das 2te Konsulat hat eh bis 13.00 Uhr offen, dann würd sich‘s schon ausgehn, wenn ich wieder um 12.00 Uhr her komm. Rückmeldung bei unserem Funkergott „Sparki“, dass ich jetzt frei sei, aber um 12.00 Uhr und nicht später wieder im 13ten sein müsse. Okay, ein wenig warten, bis er einen Auftrag für mich hatte.

5.ter, Margarethenstraße kleine Nummer in den 1.ten. Gut, vor Schloss Schönbrunn an der Ampel stand eine Ladebordwand.

Ladebordwand gibt Windschatten, aber man muss höllisch aufpassen

Ladebordwand gibt Windschatten, aber man muss höllisch aufpassen

Hinterher mit einem 40er am Tacho rein in die City. Man muss dabei höllisch aufpassen und ständig die Finger an den Bremshebeln haben, aber solche Gelegenheiten sind einfach zu gut, als dass man sie nicht nutzen könnte. Wie ich in der Margareten war, kriegte ich noch einen Auftrag 6 nach 9 und dazu dann 1 nach 3. Als ich gerade im 1ten Bezirk war, teilte mir Sparki schon die ersten Aufträge wieder raus in den 13ten und 14ten zu.

Und die Uhr tickte. Abholung um Abholung, endlich gings wieder in Richtung 13ten zu meinem lebenswichtigen 12.00 Uhr Termin. Jetzt noch eine Bestellung im 5ten für den 14ten (Sparki: ist ein bisschen weit draußen, aber das E-Bike macht das schon, gell!! Harhar – kennt ihr die Westautobahnauffahrt, da war es dann – neuer persönlicher Westrekord). Verdammt, im 5ten fangen die kleinen Nummern oben an der Wiedner Hauptstraße an und gehen dann aufsteigend runter zur Margaretenstraße. Puh, hab ich verwechselt, ein Rieseneck musste noch gefahren werden, und die Abholung dauerte länger als gewöhnlich, weil es für den Kunden so aufregend war, einen Fahrradkurier bestellt zu haben, einen VELOCE-FAHRRADKURIER!!. Ja, find ich gerade toll wie Kindergeburtstag, wirklich.

Und endlich weiter: jetzt entscheiden. Über die Eichenstraße und Fasangartenstraße den Schönbrunner Schloßpark umfahren, um dann über die Lainzerstraße hinunter zum Konsulat zu stoßen oder doch gleich die Reinprechtsdorfer runter und dann die Standardroute Richtung Westen. Ich schaute auf die Uhr und entschied mich für die beherrschbarere Variante: Standard. Einige vielleicht etwas leicht antizipierte Grünampelphasen und einer extensiven Kraftausdauereinheit bei warmem Gegenwind später stand ich wie gehabt pünktlich um 12.00 Uhr vor dem Konsulat. Es blieb sogar Zeit für ein Dokumentationsfoto, so stolz war ich.

Terminzustellung Punkt 12.00 geschafft

Terminzustellung Punkt 12.00 geschafft

Ich bekam die 2 Pässe vom nun mir als lieb und freundlich scheinenden Herren hinter der Glaswand und hatte nun eine Stunde minus 5 Minuten Zeit, um in den 14ten zum zweiten Konsulat zu kommen. Wie ihr bereits wisst: sonst Tod, und alles Übel dieser Welt.

Sparki fragendrufend am Funk: „Brenner!?“ Ich in das Funkgerät: „Ja, Brenner in der Auhof“, „Brenner, geht noch a Küniglberg für den 5ten?“, … Gedenkminute … „Ja okay, geht sich aus“, „Okay, Küniglberg, Zimmer …., geht in den 5ten …gasse!“ Ich: „Brenner, okay“. Sparki: „Brenner, danke!“ .

Also dann, jetzt gilts, das muss ich abholen, bevor ich zum Konsulat in den 14ten fahr, denn man kann nie wissen, wie lang es dort dauert, und dann kann es passieren, dass der Küniglberg anruft, um nachzufragen, wann ich denn die Sendung abholen komme. Ganz schlecht wäre das, gaanz schlecht. Nachfragen stinken. Sie verdeutlichen allen Beteiligten – Telefonisten, Funkern, Kollegen, Kunden –  dass du langsam bist und unpünktlich und unzuverlässig. Also lieber schnell sein.

Und jetzt kommt die Direttissima zum Küniglberg ins Spiel. Sie ist mit einem normalen Rad nur bei besten Bedingungen befahrbar und da auch nur unter unverhältnismäßig großer Anstrengung. Ich bin im Laufe der Jahre vielleicht einmal ohne Abzusteigen raufgekommen und sonst immer gescheitert. Wie ihr am Foto mit eingezeichnetem GPS-Track sehen könnt, geht sie schnurstracks auf gerader Linie durch den Park und mündet dann an der höchsten Stelle in die Ecke Elisabethallee/Würzburggasse beim ORF.

Brenner.Veloce - Direttissima Küniglberg

Brenner.Veloce - Direttissima Küniglberg

Der KTM-E-Crosser ist seinem Namen spielend gerecht geworden. Genug Power, genug Grip, genug Stabilität und fertig war die Gschicht. An der höchsten Stelle erreichte ich eine grasbewachsene Lichtung, wo jetzt ein neuer großer Spielplatz hin gebaut ist und wo sich heute auch eine Schulklasse aufhielt, als ich am Crosser und mit Veloce Rucksack plötzlich aus dem Wald heraus auftauchte. Der Kicherpegel stieg merklich, die Lehrpersonen grüßten lachend und ich grüßte lässig die rechte Hand leicht vom Lenker hebend zurück. Das sind die Momente, Leute! Danke KTM-Wien Energie Veloce E-Bike!

Ab da war alles nur noch Wolke 7. Ich war dann schon um 12.30 Uhr beim Konsulat im 14ten, reichte die zwei Pässe ein und holte wiederum einen anderen Pass für das Veloce Visum Service ab, radelte am Radweg entspannt und ewig und drei Tage lang bis in den 5ten, wo es dann sogar Trinkgeld von einer wunderbar netten Frau gab „wegen der Hitze für ein Eis“ und dann endlich zurück in die Veloce Zentrale, wo ich den Pass im Visum Service bei Kollege „Argus“ abgab mit der Information, dass die beiden anderen Pässe zeitgerecht am Freitag abgeholt werden können. Morgen: same time same station. Gute Nacht

Brenner

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3. Tag – Ladegerät ausgetauscht – Kletterbezirke machen Freude

Artikel publiziert um 23.00 Uhr

Aus dem dritten Tag des KTM-E-Bikes als Veloce-Botenradl wär fast keiner geworden, weil das Ladegerät kaputt gegangen war.

Dies fanden wir mit vereinten Kräften von KTM (danke Herr Weingartner!) und Veloce-Backoffice (danke Grisi!!) erst nach diffiziler Fehlersuche heraus. Ein Anruf beim Donau Fritzi brachte dann Gewissheit, dass ein neues Ladegerät abgeholt werden kann.

Gesagt getan und weiter gings. Mittlerweile nehme ich auch mehr Aufträge in Wiens Kletterbezirken an, weil sich das KTM E-Bike am Berg einfach am wohlsten fühlt. 13., Küniglberg, 10., Wienerberg, 18., Ferrogasse, usw. standen heute bei sommerlichen 30°C auf der Tagesordnung und bereiteten viel Freude. Abwärts fahre ich dann natürlich im Generatormodus und lade somit wieder ein bisschen auf.

Letztendlich konnte ich heute auf diese Weise über 75 km zurücklegen und hatte immer noch 2 Ladestriche am Display. Meine Kollegen und Kolleginnen sind natürlich absolut neugierig auf das Gerät, bemitleiden mich aber, sobald sie das Rad anzuheben versuchen. Immerhin wiegt es selbst gewogene 25 kg. Aber was mich nicht umbringt macht mich nur stärker, wie man so schön sagt.

In 2 Monaten werde ich wohl eine nie für möglich gehaltene Kondition vorweisen können! Ach ja, und noch was: beim abwärts Fahren fängt das Ding auch in Stufe 0 ab 36 km/h an immer stärker zu bremsen ohne jedoch als Generator zu wirken. Angeblich sind die bei höheren Geschwindigkeiten auftretenden Wirbelströme daran schuld. Das ist natürlich nicht so prickelnd. Anbei noch ein Bild von meiner heutigen Route.

lg, Brenner

Brenner Veloce GPS Google Earth Screenshot am 6.8.2010

Brenner Veloce GPS Google Earth Screenshot am 6.8.2010

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