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500 km Wien – Laxenburg: Akku, Verbrauch und Kalorien (Teil 2)

Seit 4 Wochen fahre ich mit dem e-cross hauptsächlich auf der Strecke Wien – Laxenburg zur Arbeit; darüber mache ich dann gerne noch weitere Touren, weil die neue Leichtigkeit einfach Spass macht. Gestern habe ich die 500 km Schwelle überschritten. Das erlaubt einen kleine Zusammenfasssung und Fortführung, wie sich Rad und Fahrer bisher entwickelt haben:

  • Verbrauch: Für die 500 km habe ich den Akku insgesamt sechsmal voll nachgeladen. D.h. auf meiner Hauptstrecke (s. Höhenprofil) und mit Stufe 2 reicht eine Akkuladung für gute 80 km. Das finde ich beachtlich weit und bedeutet, dass ich a) das Ladegerät nie mitnehmen muss und b) ich nur alle drei Tage nachladen muss. Wenn ich Stufe 3 oder 4 einschalten würde, wäre die Reichweite sicher deutlich niedriger (ca. 40 km berichten die Kollegen). Das werde in den kommenden heissen Tagen ausprobieren.
Hoehenprofil Wien - Laxenburg (18 km)

Hoehenprofil Wien - Laxenburg (18 km)

  • Akku: In den sechs Ladezyklen hat der Akku je 340 bis 350 Wh geladen (wie auch vorher und von anderen gemessen). Das entspricht den Angaben in der Anleitung. Eine Verschlechterung der Kapazität konnte ich in der Zeit nicht feststellen. Aber die wenigen Messungen sind für die projektierte Lebensdauer von 800 Zyklen nicht relevant. Immerhin, ich habe keine Alarmsignale registriert.
  • Kalorien: Der Fahrradcomputer sagt, ich verbrauche für die 17 km Wien-Laxenburg ca. 540 kcal pro Fahrt; das entspricht dem Kaloriengehalt einer Tafel Schokolade oder von 75 g Körperfett. Insgesamt habe ich also im Durchschnitt eine Tafel Schokolade pro Tag umgesetzt.
  • Körpergewicht: Am Anfang der Testphase pendelte mein Gewicht bei 80.5 kg, nach vier Wochen wiege ich jetzt 1 kg weniger. Die Waage sagt, mein Körperfett habe dabei um 600 g abgenommen. D.h. die täglichen Fahrten wirken sich kaum auf mein Gewicht aus, dafür aber auf die Verteilung Muskeln, Wasser, Fett im Körper, und auf die Ausdauer/Fitness.
  • Fitness: Ohne e-Unterstützung brauchte ich ca. 55 min für die Strecke, mit Unterstützung habe ich direkt einen Sprung auf 44 min gemacht. Im Laufe der 4 Wochen konnte ich meine Fahrzeit auf 42 min verringern, Tendenz weiter fallend. Dabei bleibt mein Puls im Durchschnitt bei 135 Schlägen. Sehr angenehm finde ich, dass die Belastungsspitzen weggenommen sind. Mein Puls geht nur noch richtig hoch, wenn ich bei Gegenwind schneller als 25 km/h fahren will.

Zusammenfassend, das Fahren macht so viel Spass, dass ich mich auf die täglichen Strecken freue und sie vermisse, wenn ich mal nicht fahren kann. Und seit die Sonne scheint, werden wir auch zusaetzlich belohnt….

Auf dem Weg nach Laxenburg

Auf dem Weg nach Laxenburg

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Akku, ein Griff und der Alltag

Verbrauch: Nach 3 Tagen mit täglichen Fahrten Wien-Laxenburg-Wien habe ich den Akku wieder geladen: Ich konnte insgesamt 85 km fahren und musste 377 Wh nachladen. Also 20% sparsamer als beim ersten Mal. Die Reichweite ist prima, aber den 2 Reststrichen auf der Anzeige durfte ich nicht trauen, sonst wäre mir unterwegs der Saft ausgegangen, wie auch Franziska, Rossi, BikeAreaTirol und andere festgestellt haben.

Alltag: Der Akku, das teure Stück, begleitet mich (fast) überall hin. Nach minimal-invasivem Eingriff bei mir (kann ich wirklich weiter empfehlen) und einem Fototermin bei ihm ging’s wieder auf die Piste.

Akku_Zahnarzt

Halterung: Die Akkuhalterung am Rahmen, das Einsetzen und Herausnehmen finde ich gut gelöst. Schade nur, dass kein Platz mehr für eine Trinkflasche bleibt. Das System finde ich solide und das Akkuschloss gibt zusätzliche Sicherheit. Allerdings habe ich immer Angst, dass mir der Akku irgendwann einmal aus der Hand rutscht. Ein Griff oder Leisten wären prima, schließlich werde ich den Klotz mindestens 800 mal über sein Leben rein-raus-nehmen. Da ist es nur eine Frage der Zeit, wann er abstürzt,…

Hitze: Eine Frage zur Lebensdauer: Kann das Fahrrad mit Akku in der Sonne stehen oder nimmt der Akku Schaden, wenn er sich aufheizt?

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Akku, Verbrauch und Kalorien

@Claus, Michael, Alfred, Hermann und Kollegen, …

Ich hab’ mir am Wochenende ein Meßgerät bei Wien Energie ausgeliehen, weil ich wissen will, wieviel der Akku verbraucht.

EnergieBeratg

Also, mein Akku wollte bereits nach 45 km wieder geladen werden. In 3:30 h hat er sich dann wieder mit gemessenen 343 Wh (=295 kcal) voll aufgeladen. Das entspricht also einem Verbrauch von 7.6 Wh/km und bestätigt die Angaben der Bedienungsanleitung, der Messung von Alfred und einschlägiger anderer Testberichte (z.B. ÖAMTC, ExtraEnergy – danke Claus für den Link). Hermann, wieviel waren es bei Dir? Zum Vergleich: Ein sparsames Mofa braucht 1-2 Liter Benzin auf 100 km, das entspricht 100 bis 200 Wh/km. Ein sparsamer Kleinwagen mit Dieselmotor verbraucht 2-4 mal soviel (->Link). Beim direkten Energieverbrauch ist das e-bike also nicht zu schlagen.

Entsprechend niedrig sind die direkten Fahrtkosten: Bei aktuell 17.4 ct je kWh sind also 13 ct je 100 Kilometer für die Strombetankung zu bezahlen. Zum Vergleich wären beim Mofa 1.20 bis 2.40 Euro und beim Kleinwagen 4.4o Euro bis 8.80 Euro für den Treibstoff zu zahlen.

Die Krux bei den Kosten des e-bikes sind eben nicht die Verbrauchskosten, sondern der Preis und die Lebensdauer des Akku. Wenn der Akku tatsächlich 800 Ladezyklen hält (s. Gebrauchsanweisung), dann ergibt sich also eine Reichweite von ca. 40.000 km. Bei Kosten von 600 bis 900 Euro für einen neuen Akku kommt man also umgelegt auf 1.50 bis 1.80 Euro je 100 km für das e-bike. Wenn der Akku vorher seinen Geist aufgibt, steigen die Kosten rasch… (-:

P.s.: Mein persönlicher Verbrauch lag für die 45 km bei ca. 2.000 kcal. Das entspricht etwa einer Portion Spaghetti al pesto (ca. 750 kcal), mit 2 Flaschen Bier (ca. 500 kcal), einer Tafel Schokolade (540 kcal) und einer kleinen Portion Eis zum Nachtisch (200 kcal). Das kostet dann auch schon ein paar Euro.

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