Wien Energie Blog

Elektromobilität ist nicht nur eine Notwendigkeit, Elektromobilität ist mittlerweile Trend. Deshalb habe ich mich als bekennender Petrolhead aufgemacht, selbst zu testen, wie sich ein paar Tage mit einem Elektroauto anfühlen.
Ein Gastbeitrag von ist Christoph Cecerle in Kooperation mi KIA Austria Vorweg, ich bin absoluter Elektro-Newbie, ohne einem einzigen Kilometer Erfahrung, ein Anfänger auf diesem Gebiet. Als Testfahrzeug wähle ich den erprobten und spritzigen Kia Soul EV mit 30kW Lithium-Ionen-Polymer Batterie, die dem Fahrzeug bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 14,3 kWh pro 100km eine maximale Reichweite von 250km ermöglicht. In alter Währung sind 110PS und 285Nm Drehmoment zu vermelden, Werte, die Freude bereiten. Die Bedienung erschießt sich ohne Anleitung, ich shifte das Getriebe in die Position D wie Drive und gleite lautlos, wie von Geisterhand getrieben aus der Garage, um schon beim ersten Ampelstart zu verstehen, dass Elektromobilität nichts mit Askese, sondern viel mehr mit Drehmoment zu tun hat, welches das Fahrzeug wuchtig aus dem Stand nach vorne drückt. Entzückt ob der Lebendigkeit gehe ich kurz vor der nächsten Ampel von Gas (oder sage ich jetzt Strom?), was eine Überraschung in sich birgt. Der Wagen verzögert nur durch die Unterbrechung der Stromzufuhr, er kehrt die Wirkung gar ins Gegenteil und lädt die Batterie mit Hilfe der kinetischen Energie der Bewegung, genannt Rekuperation. Der Kia Soul EV lässt sich also fast ausschließlich über das Lenkrad und das Gaspedal durch Wien fahren, druckvoll in der Beschleunigung, lebhaft und vollkommen lautlos, was für verblüffte Blicke sorgt. Die App Alleine die die Reichweitenanzeige behalte ich andauernd im Blick, wohl eine schlechte Angewohnheit aus Zeiten, in denen das Mobiltelefon nach ein paar Stunden nach Strom verlangte. Aber sicher ist sicher, denk ich mir, laden kann nicht schaden. Gut, dass ich vorab die Tanke-App von Wien Energie auf mein Mobiltelefon geladen habe, ein Multitool der Elektromobilität, das A und O des Mobilisten der Zukunft. Nicht nur, dass die Tanke-App den Weg zur nächsten E-Tankstelle führt, wird auch der Status der Ladestation, ob belegt oder frei, angezeigt. Auch Partnerstationen der Wien Energie in ganz Österreich sind leicht zu finden, sowie die Auswahl an Steckertypen und Betreibern. So suche ich mir aus 230 öffentliche E-Ladestellen in allen Wiener Bezirken, ganze 10 pro Bezirk, die passende aus und lasse mich zu dieser führen. Das ist aber erst der Anfang, denn bis zum Jahr 2020 kommen weitere 1.000 öffentliche Ladestellen an optimal gelegenen Stadtorten in ganz Wien dazu. Das Tanken Premiere, mein erster Ladevorgang, ein wenig Nervosität macht sich breit. Die Ladestation in der Gumpendorferstraße ist verfügbar und ich mache mich ans Werk. Ladekabel aus dem Kofferraum, ein Ende in den Kia gesteckt, das zweite Ende in die 11kW Ladestation, die Ladekarte kurz an die E-Tankstelle der Wien Energie gehalten und die bunten Leuchtdioden fangen blau zu blinken an, dass es eine Freude ist. Der Wagen lädt also und ich bin verblüfft, wie einfach die Handhabung ist. Noch schnell den Wagen verschlossen und ich verlassen die Szene, um einkaufen zu gehen. Die Tanke-App wird mich informieren, wenn der Wagen vollgetankt ist. Ich parke übrigens gratis. Denn wer an einer E-Ladestation der Wien Energie lädt, zahlt nicht für das Parken während des Ladevorgangs, wobei man sich sogar noch 15 Minuten nach dem Tanken Zeit nehmen kann, bevor man den Ladeplatz wieder freigibt. Ab 2200 bis 0800 Uhr kann das Fahrzeug stehen bleiben, zum Beispiel um es über Nacht voll zu laden. Die Kosten des Ladens an diesen 11kW Stationen beträgt von 0800-2200 Uhr EUR 1,60.- die Stunde plus EUR 0,20 pro Kilowattstunde, von 2200-0800 Uhr EUR 0,16 die Stunde und EUR 0,20.- pro Kilowattstunde. So kann eine 11kW Ladestation die Batterie in rund 3 Stunden laden, wobei die Kosten unter Tags rund EUR 11.- für eine Vollladung betragen, in der Nacht nur EUR 6,50.- für 250km Reichweite. Elektromobilität bedeutet keinen Verzicht, sondern Gewinn. Ein Gewinn an Zeit und Ruhe, ein Gewinn für die Stadt und die Umwelt, ein gutes Gefühl, selbst etwas zur Reduktion an Emissionen beitragen zu können, und das mit 100% Ökostrom aus der Ladestation der Wien Energie. Elektrisch fahren zahlt sich auch in der Geldbörse aus. Gering sind die Wartungskosten, keine Kette zu spannen, kein Öl zu befüllen und 7 Jahre Garantie lassen den Besitzer ruhig schlafen. Abgesehen von den geringen laufenden Kosten eines Elektrofahrzeuges wird der Ankauf auch noch mit bis zu EUR 4.500.- bundesweit gefördert, was den Erwerb mittlerweile für jedermann attraktiv macht. Fazit Vor allem aber macht das Fahren mit einem Elektroauto Spaß. Spaß ohne Reue. Eingebettet in die Infrastruktur der Wien Energie, die sich Innovation und Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben hat.