Wien Energie Blog

In den 50er und 60er Jahren wurde das Gas hauptsächlich zum Kochen und zur Warmwasserbereitung verwendet. Kennzeichnend für diese Periode war die sogenannte "Ganslspitze." Jeweils am 25. Dezember zwischen 11 und 12 Uhr, wenn die Wiener ihren Festtagsbraten zubereiten, verzeichneten die Gaswerke ihre höchste stündliche Abgabe. Unter "Gas" verstand man damals übrigens Stadtgas, eine Mischung aus Kohlen- , Generator- und Wassergas. Dieses musste jedoch in einem aufwendigen Produktionsprozess aus Kohle hergestellt werden. Ende der 60er Jahre kam es zum Durchbruch der Gasheizungen, und damit verschwand die "Ganslspitze". Die Gasabgabe war nunmehr von der Temperatur abhängig. Aufgrund der immer umweltfreundlicheren und komfortableren Gasheizungen stieg der Gasverbrauch in Wien stetig an. Diese Entwicklung ging sogar soweit, dass Anträge auf neue Gasheizungen abgelehnt werden mussten, um die Versorgung der bestehenden Kunden zu sichern. Erst durch die Umstellung von der Stadtgas- auf die Erdgasversorgung konnte dieser Engpass behoben werden.

Mehr historische Fakten und Infos zur Unternehmensgeschichte von Wien Energie gibt es übrigens auch in unseren Meilensteinen.