Ist ständiges Licht an und Licht ausschalten eigentlich Verschwendung?

Wir bemühen uns auf unserem Blog alle Leser-Fragen zu beantworten. Von Christian haben wir neulich die Frage gestellt bekommen: „Da wir eine fünfköpfige Familie sind und bei uns ununterbrochen die Lichter eingeschalten sind und wieder abgeschalten werden, ist jetzt meine Frage: Wäre es da nicht besser das Licht gleich aufgedreht zu lassen? Danke lieber Christian für die Frage, hier unsere Antwort!

Um es kurz zu machen: Natürlich ist jede unnötige Betriebszeit durch moderne LEDs weniger verbrauchsintensiv, aber immer noch Verschwendung! Daher – bitte immer Licht aus! 🙂

Keine Einsparung = Hartnäckiges Gerücht?

Da wir das Ganze aber natürlich nicht so kurz und knapp abhandeln möchten, hier noch mehr dazu. Es hält sich das hartnäckige Gerücht, dass das Auf- und Abdrehen von Licht gar keine Einsparung bringt. Wahrscheinlich rührt das von der ersten Generation der Energiesparlampen her. Diese waren sehr schaltempfindlich. Beim Einschalten wurden ganz kurzzeitig Stromspitzen erzeugt und auch nicht gleich die volle Helligkeit erreicht. Durch die extrem kurze Spitze hatte das aber weniger mit dem Strombedarf als mit der Lebensdauer der Lampen zu tun.

LEDs verbrauchen weniger Strom. Kann ich LEDs daher länger brennen lassen?

Natürlich ist es der Fall, dass neue energiesparende Lampen – vorrangig LEDs – durch ihre geringe Leistung nur ein Fünftel des Strombedarfs von Glühlampen haben. Umgekehrt könnte man sagen, dass die Lampe fünf Mal so lange brennen könnte, um denselben Strombedarf zu erreichen. Aber es ist nicht Sinn der LEDs durch längere Brenndauern oder – wie im Falle von LEDs immer öfter üblich – durch eine viel größere Lampenzahl, den Verbrauchsvorteil wieder zunichte zu machen. Dann spricht man vom Rebound-Effekt.

 

Mehr zum Thema Beleuchtung findest du auch im Artikel „Auf das musst du beim Kauf von LEDs achten„.