Tipps für ein angenehmes Raumklima bei sommerlichen Temperaturen

Die Sonne scheint, die Temperaturen sind hoch – beklagen wollen wir uns hier auf gar keinen Fall! 🙂 Trotzdem ist es alles andere als angenehm, wenn die Temperaturen in den eigenen vier Wänden unaufhaltsam steigen und man das Gefühl hat, dass man es gar nicht mehr aushält. Wenn dies passiert, spricht man davon, dass die sogenannte ‚Behaglichkeit‘ nicht mehr gegebenen ist.

Die sogenannte ‚Behaglichkeit‘ hängt von mehreren Bedingungen ab: der Temperatur von Raumluft und Umgebungsflächen, der Luftfeuchtigkeit und -geschwindigkeit (Zugluft), aber auch individuellen Gegebenheiten wie Grad der körperlichen Aktivität oder passender Bekleidung. Um die Behaglichkeit in deinen vier Wänden also so gut wie möglich zu erhalten, haben wir dir hier 4 Tipps zusammengefasst.

4 Tipps für ein angenehmes Raumklima

Tipp 1: Übermäßige Erwärmung in den Innenräumen vermeiden

Was im Winter erwünscht ist, gilt es im Sommer zu vermeiden: die Sonnenenergie in die Innenräume zu lassen. Darum am besten tagsüber die Fenster abzuschatten. Am effektivsten geht das mit außenliegenden Jalousien oder Rollläden, die den Energieeintrag um  75 % reduzieren – mit Innenjalousien sind es nur mehr 25 %. Auch innere Wärmeerzeuger (Elektrogeräte, Beleuchtung…) sollten möglichst vermieden werden.

Tipp 2: Fenster nicht kippen

Wie im Winter sollten die Fenster tagsüber nicht gekippt werden, sondern geschlossen bleiben. Gelüftet wird im Idealfall in den kühlen Nachtstunden mittels Querlüftung.

Tipp 3: Lüften in Kellerräumen

Bei Kellerräumen ist besonders darauf zu achten, nicht während der wärmsten Zeit zu lüften – es besteht Schimmelgefahr, wenn warme Luft mit hoher relativer Luftfeuchte auf kühle Oberflächen trifft und dort kondensiert. Lüften sollte man also immer nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen.

Tipp 4: Bei Neubauten

Beim Neubau sollte die Gefahr übermäßiger sommerlicher Erwärmung bereits während der Planung berücksichtigt (und berechnet!) werden, indem möglichst kompakt gebaut und gut gedämmt wird. Ausschlaggebend sind dabei:

  • Ausrichtung des Gebäudes
  • Anzahl und Größe der Fenster
  • ausreichende Speichermasse in Form von massiven Bauteilen (diese wirkt als „Puffer“ und mindert Temperaturschwankungen)
  • Dachvorsprünge
  • Begrünung! Die positive Wirkung von Laubbäumen vor Fassaden geriet in Zeiten „pflegeleichter“ Gärten etwas in den Hintergrund, verdient es aber aus mehreren Gründen, wieder öfter in Erwägung gezogen zu werden
  • Einbau einer Komfortlüftungsanlage – diese gewährleistet die nötige Frischluftzufuhr, während die Wärme draußen bleibt

Übrigens, bei Neubauten und umfassenden Sanierungen ist laut Bauordnung der Nachweis über die Vermeidung der sommerlichen Überwärmung erforderlich.

Wenn trotz aller Maßnahmen die Raumtemperatur über ein erträgliches Maß steigt und somit kein behagliches Wohnen oder Schlafen mehr möglich ist, wird die Anschaffung eines Kühlgerätes unumgänglich. Die Bandbreite reicht hier von Ventilatoren bis hin zu fix montierten Split-Raumkühlgeräten. Dabei gibt es eine Reihe von Kriterien, um den damit verbundenen Energieverbrauch (und die höheren Betriebskosten!) möglichst gering zu halten. Wichtig ist z.B. die richtige Dimensionierung, die mit einer Kühllastberechnung ermittelt werden kann. Vergessen Sie nicht, in die Kaufentscheidung auch  eventuell unangenehme Lärmentwicklung einzubeziehen.

Bei weiteren Fragen zum Thema Raumklima, hinterlasse einfach einen Kommentar oder kontaktiere einen unserer Energieberater im Rahmen eines Energie-Coachings.