Die schönsten Touren: Mit dem E-Bike durch die Stadt!

Wir lieben sie schon lange, aber erst solangsam erobern sie auch die Stadt. E-Bikes scheinen derzeit die Stadt zu erobern. Unsere „24 Stunden Energie“ Redakteure Sabine und Wolfgang haben sich aufgemacht um einen Reality-Check in Sachen Elektromobilität zu machen. Und ihren Bericht wollen wir euch auch hier am Blog nicht vorenthalten:

Radmeile Donaukanal

Wir strampeln los. Lassen uns mal mehr, mal weniger stark vom „E“ unserer Räder „helfen“. Von Erdberg geht es stadtauswärts, Richtung Summerstage. Am Donaukanal ist schon einiges los. Spaziergänger, Radfahrer, Hundebesitzer, Menschen auf dem Weg in die Arbeit, Nachtschwärmer auf dem Weg nach Hause. Jeder in seinem Tempo. Wir stoppen an der Summerstage. Hier ist eine von vielen Ladestationen, an denen Fahrräder „aufgetankt“ werden können (eine Übersicht gibt es auf www.tanke-wienenergie.at). Das Laden von E-Bikes ist übrigens bei allen Wien Energie-Stationen gratis. Dass sich hier eine Ladestation befindet, ist nicht weiter überraschend. Immerhin wird der Donaukanalweg jedes Jahr von mehr als 470.000 Radlern benutzt, darunter befindet sich eine steigende Zahl von E-Bikern.

Rad Wanderwege

Der Radverkehr insgesamt nimmt zu. Auch das Wiener Radewegenetz wächst, 1.346 Kilometer umfasst es derzeit. Themenradwege wie die Citydurchfahrt, der Ring-Rund-Radweg oder der Donauradweg bieten neben dem sportlichen Aspekt jede Menge Kultur und Natur. Wir fahren weiter stadtauswärts. Vorbei an der Spittelau mit der neuen Wien Energie-Welt, weiter zum Wasserkraftwerk Nußdorf. Unter dem denkmalgeschützten Jugendstil-Bauwerk arbeitet ein Wasserkraftwerk, das Tausenden Wiener Haushalten Strom liefert. Erst im Frühjahr wurde hier eine Fischaufstiegshilfe eröffnet. Damit können Fische ihren Weg zu den Laichplätzen flussaufwärts der Donau fortsetzen. Weiter auf die Donauinsel. Hier ist es am Vormittag noch ruhig. Die ersten Fischer haben sich niedergelassen, ein paar Sonnenanbeter packen ihre Decken aus. Und zwei Schwäne ziehen entspannt übers Wasser. Hier, auf der Donauinsel, befindet sich auch eines der ersten Windräder Österreichs. Wien Energie versorgt damit rund 100 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom. Ein Ziel haben wir noch: den Prater.
Hier klingelt’s und scheppert’s, im Schweizerhaus klappert das Besteck, die Attraktionen nehmen den Betrieb auf. Auf der Hauptallee ist es unter den Kastanienbäumen angenehm kühl. Dort schwingen wir uns nach einer kurzen Pause wieder auf unsere E-Bikes. Und schalten den Turbo ein. Am Schluss überholen wir in der Prater Hauptallee noch einen tief über seinen Lenker gebeugten Rennradfahrer. Wir grinsen, es geht ganz leicht. Der Turbo ist an – das heißt, wir genießen auf unserem E-Bike gerade maximale Unterstützung, lassen mit knapp 30 Stundenkilometern den Radler hinter uns, sausen an blühenden Kastanienbäumen vorbei. Richtung Erdberg radeln wir einen schmalen Weg unter Österreichs meistbefahrener Straße, der Südosttangente, entlang. Während über uns der Verkehr tost, atmet links und rechts der Dschungel.

(c)Fotolia/bettina sampl

Erlebnis Prater

In einem der Au-Arme treibt Totholz. Ein Eichelhäher badet in einer Lacke vor uns. Der Vogel breitet seine Flügel aus, plustert das Gefieder auf. Wir sind fast am Ende unserer Tour. Noch eine Brücke, noch eine Abfahrt: Es ist eine Spirale, die wir lachend und mit viel Schwung nehmen. Und mit einem Lächeln ziehen wir auch Resümee: Noch nie war Radfahren so entspannt und so bequem wie heute.