Tipps und Tricks rund ums einfrieren von Lebensmitteln

Es ist Erntezeit, aber wohin mit all dem Gemüse und Obst? Endlich mal wieder Zeit zum Kochen, aber wer soll das alles Essen? Das kennt eigentlich jede/r von uns, oder? Sehr gut also, dass es für genau diese Fälle eine gute Lösung gibt. Lebensmittel einfrieren. Aber genau hier muss man auch einiges beachten, dass diese am Ende tatsächlich wieder frisch und in top Qualität raus kommt aus dem Gefrierfach. Wir haben einige wichtige Tipps für euch zusammengefasst.

Tipp 1: Direkt nach dem Einkaufen einfrieren

Am besten überlegt man sich bereits direkt nach dem Einkauf, welche Speisen haltbar gemacht werden sollen.

Tipp 2: Produkte vorbereiten

Sobald das Produkt für den Frostvorgang vorbereitet ist (geputzt, getrocknet, in Stücke geschnitten, ggf. blanchiert, bereits Gekochtes abgekühlt), wird es in kleinen Portionen in ein gefriergeeignetes Gefäß oder eine spezielle Gefriertüte gegeben, welche luft- und feuchtigkeitsundurchlässig ist.

Tipp 3: Die richtige Verpackung

Um das zu frostende Lebensmittel vor Vitaminverlust und Gefrierbrand zu schützen, sollte man versuchen, so wenig Luft wie möglich in der Verpackung zu lassen, am besten lässt man sich Fleisch schon beim Kauf vakuumieren. Allerdings darf ein Gefäß auch nicht zu voll gefüllt werden, da es sonst in gefrorenem Zustand (durch Ausdehnung von sehr wasserhaltigen Speisen) platzen oder sich zumindest der Deckel abheben könnte.

Tipp 4: Schnell einfrieren

Nun gilt es, das Gefriergut möglichst schnell runterzukühlen, damit der natürliche Alterungsprozess des Lebensmittels gestoppt wird. Manche Tiefkühlgeräte verfügen über eine so genannte „Schockfrost“ – Funktion, wenn das Gewicht des Gefrierguts 1000g nicht überschreitet, kommt man aber auch ohne aus. Werden allerdings zu viele Lebensmittel auf einmal ins Gefrierfach gegeben, verlangsamt sich der Kühlprozess und die Speisen leiden unter Haltbarkeits- bzw. Qualitätsverlust. Wichtig ist, das frische Gefriergut nicht auf bereits gefrorene Tüten und Behälter, sondern flach in die Gefrierbox zu legen, so kann ein gleichmäßiger Gefriervorgang stattfinden.

Hier noch ein grober Überblick über die Haltbarkeit einiger Lebensmittel. Vorausgesetzt diese werden optimal gelagert bei einer Temperatur von -18 Grad Celsius:

  • Gemüse: 3 -12 Monate
  • Kräuter: 3 – 4 Monate
  • Obst: 9 – 12 Monate
  • Fleisch/Fisch: 3 – 12 Monate
  • Wurst: 1 – 6 Monate
  • Backwaren: 1 – 3 Monate
  • Milchprodukte: 2 – 6 Monate
  • Selbstgekochtes: 1 – 3 Monate

Richtig wieder auftauen

Damit das Gefriergut seinen vitaminerhaltenden Kälteschlaf gut übersteht, sollte es langsam und schonend aufgetaut werden. Viele Lebensmittel, die gefroren direkt in den heißen Topf gegeben werden, verlieren an Knackigkeit und Konsistenz. Nur einige Gemüsesorten, wie Spinat, überleben diese Vorgehensweise unbeschadet, zarte Obstsorten, wie Himbeeren, werden durch zu schnelles Erhitzen eher matschig.
Fleisch, Fisch und besonders empfindliche Lebensmittel sollten am besten am Abend vorher aus dem Gefrierfach genommen und über Nacht im Kühlschrank aufgetaut werden, da Bakterien nach dem Kälteschlaf wieder aktiv werden und sich besonders schnell bei warmen Temperaturen vermehren.
Deshalb sollten auch bereits eingefrorene rohe Lebensmittel, die einmal komplett aufgetaut wurden, nicht ein zweites Mal gefrostet werden – die Anzahl der Bakterien und Keime ist so erhöht, dass das Produkt weitere Lagerzeiten qualitativ nicht übersteht. Wurde das eingefrorene Lebensmittel nach dem ersten Auftauen gegart, kann es noch einmal eingefroren werden, allerdings sollte dies schnell passieren.

Achtung Gefrierbrand

Gefrierbrand entsteht, wenn das Gefriergut mit zuviel Sauerstoff eingefroren wird oder Teile des Lebensmittels durch eine undichte Verpackung mit der kalten Frischluft in Berührung kommen. Die in Mitleidenschaft gezogenen Stellen trocknen aus und erhalten eine weißlich-graue Farbe. Dies passiert, da die Temperatur im Gefrierschrank leicht schwankt, es kommt immer wieder zu Wasserverdunstungen an der Lebensmitteloberfläche.
Gefrierbrand ist weder ungesund noch schädlich, es mindert jedoch erheblich den Geschmack des Gefriergutes an diesen Stellen. Die Stellen sind also insofern nicht wirklich genießbar und sollten großzügig entfernt werden. Ist das Lebensmittel großflächig betroffen, ist von dem Genuss aus geschmacklicher Sicht komplett abzuraten.
Verhindern kann man Gefrierbrand mit einer luftdicht verschlossenen Verpackung, am besten funktioniert jedoch eine eng anliegende Verpackung, am besten vakuumiert.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesen Tipps weiterhelfen. Und zum Schluss noch ein paar Tipps zum energieeffizienten Gefrieren:

Tipps zum energieeffizienten Gefrieren:

  • Größe

    Auch beim Gefrieren können Richtwerte helfen. 50 bis 80 Liter Nutzinhalt reichen pro Person aus. Wird hingegen viel auf Vorrat gelagert, rechnet man mit 100 bis 130 Litern. 100 Liter mehr Nutzvolumen erhöhen den Stromverbrauch sogar um 25 Prozent. Eine Kühltruhe ist übrigens sparsamer als ein Gefrierschrank.

  • Temperatur

    Die Temperatur sollte auf minus 18 Grad eingestellt sein.

  • Abtauen

    Das Gerät sollte abgetaut werden, wenn Eisschichten die Kühlflächen bedecken und die Effizienz mindern. Eine 1 Zentimeter dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent.

  • Klimaklassen

    Das Kürzel SN steht für Umgebungstemperaturen von +10 bis +32 Grad Celsius, N für +16 bis +32 Grad, ST für +18 bis +38 Grad und T für +18 bis +43 Grad.

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