Wir liefern Energie für das Hochkar

Pulverschnee, verschneite Bäume, griffige Pisten, blauer Himmel – ein Skiparadies nur 150 Kilometer von Wien entfernt am Hochkar. Das Hochkar ist das höchstgelegene Skigebiet Niederösterreichs und für seine legendäre Schneesicherheit danke der Höhe und Nordlage bekannt.

Mehr als 70 Prozent der Winterurlauber kommen wegen des Schneesports nach Österreich. Dabei werden jährlich mehr als 50 Millionen Skifahrertage erzielt. Das sind rund 20 Prozent des Weltmarkts. Jedes größere Skigebiet hat eine moderne Schneeanlage und produziert eine entsprechende Menge „technischen Schnees“, um den Qualitätsansprüchen seiner Gäste mit bester Pistenqualität gerecht zu werden.

Ohne Beschneiung kein Wintertourismus

Bei guter Schneelage öffnen die Lifte am 2. Dezember. Dass ohne guten Schnee in einem Skigebiet gar nichts läuft ist klar. Daher wird auch am Hochkarr auf Beschneiungsanlagen zurückgegriffen. Interessant ist jedoch, dass dieser Energieaufwand lediglich zwei bis drei Prozent des Gesamtaufwands ausmachen. Denn die Leistungsfähigkeit einer modernen Beschneiungsanlage ist zwischenzeitlich so groß, dass bei entsprechenden Temperaturen in sieben Tagen die Grundbeschneiung durchgeführt werden kann und damit eine gesamte Tourismusregion und deren Infrastruktur für eine Wintersaison mit 130 Betriebstagen abgesichert ist. Die Einsatzzeit bezogen auf die gesamte Skisaison, bei einem Winter ohne größere Wetterkapriolen, ist sehr gering und daher ergeben sich auch die in Prozent geringen Energiekosten in Bezug zum Gesamtaufwand.

Energieeffizienz wird groß geschrieben

Die Energiekosten sind für die Lift- und Anlagenbetreiber immer interessanter, denn der Energieaufwand steigt ständig um dem Komfortanspruch der Gäste zu genügen. Deshalb wird besonders bei Neuplanungen großes Augenmerk auf effiziente Technik gelegt. Umso wichtiger sei für ein modernes Skigebiet ein zuverlässiger Energielieferant. Im Fall vom Hochkar übernimmt das Wien Energie.

Derzeit sind am Hochkar rund 80 Prozent der Pistenflächen beschneibar. Der überwiegende Teil des Energieaufwands entfällt auf Wassertransport, der nälmich stark von Geographie und Topgraphie abhängig ist. Viele Speicherbecken machen es möglich, Wasser aus Fließgewässern nicht mehr im Winter sondern in den Abflussstarken Sommerzeit zu entnehmen. So wird vorwiegend Schmelz- und Niederschlagswasser des eigenen Skigebiets zurückgeführt. Am Hochkar wird auch die gesamte Gastronomie von Wien Energie versorgt – und das schon seit 2012.

Schon gewusst?

  • Die Temperaturen

    Die Temperatur muss zumindest für rund fünf Tage unter null sein, damit der Untergrund kalt genug für eine Beschneiung ist.

  • Der Jahresverbrauch

    Ein Hektar Piste braucht ca. 15.000 kWh/Jahr – das entspricht einem Büro mit 300m2.

  • Die Hotellerie

    Ein mittleres Hotel mit 50 Betten braucht rund 650.000 kWh/Jahr – das entspricht 43 Hektar Piste.

  • Einmal Karibik: hin- und zurück

    100 Hektar Piste haben einen Energiebedarf von 1.500.000 kWh im Jahr. Das entspricht einem Karibikflug (Tour-retour) mit 200 Personen.

 

Energieeffizienz wird jedoch nicht nur am Hochkar groß geschrieben, auch andere Skigebiete in Europa setzen auf effiziente Anlagen. Wir können diese Entwicklung nur begrüßen und freuen uns auf die ersten Schwünge im Tiefschnee.