Der Energieausweis, dein Typenschein für dein Wohngebäude: Die wichtigsten Kennzahlen

Seit 2012 ist die Vorlage eines Energieausweises bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung eines Gebäudes sowie bei der Baueinreichung und beim Förderantrag für Neubau und Sanierung, gesetzlich vorgeschrieben. Solltest du also gerade auf der Suche nach einem neuen Heim sein oder eines bauen, wirst du dich mit dem Thema „Energieausweis“ beschäftigen müssen und dabei auch auf einige neue Begrifflichkeit stoßen, die wir dir hier näher erklären.

Welche Informationen beinhaltet der Energieausweis?

Der Energieausweis umfasst Informationen über die Energiekennzahl, den Energiebedarf zur Warmwasseraufbereitung und die Verluste der Heiz-, Warmwasser-, und Lüftungsanlagen. Darüber hinaus werden auch der Primärenergiebedarf, die CO2-Emissionen und ein Gesamtenergieeffizienz-Faktor ausgewiesen. Also alles, was du in Sachen Energiebedarf eines Gebäudes wissen solltest. Diese Informationen sind sowohl bei einem Neubau, besonders aber auch bei einem Altbau wesentlich. Denn damit du später keine bösen Überraschungen erlebst, ist es wichtig, dass du weißt, wie sich der Energiebedarf des Gebäudes darstellt.

Die Energiekennzahl

Die Energiekennzahl gibt den theoretischen Heizwärmebedarf von einem Wohngebäude an. Dieser Wert sagt aus, wie viel Energie zur Beheizung des Wohngebäudes in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a) notwendig ist. Die Einteilung erfolgt in Energieeffizienzklssen, die von A++ (grün = sehr gut) bis G (rot = sehr schlecht) reichen. Eine niedrige Energiekennzahl wird mit geringeren Energiekosten und höheren Förderungen belohnt. Sie steigert außerdem den Immobilienwert und senkt Kosten. Die Energiekennzahl gibt somit Auskunft über die „Qualität“ des Gebäudes.

 Fachbegriffe leicht erklärt im Überblick

  • Klimaregion: Dein Gebäude wird einen anderen Energiebedarf aufweisen als am Referenzstandort. Damit klimatische Veränderungen im Energieausweis berücksichtigt sind, wird bei der Berechnung das Standortklima deines Gebäudes anhand der Klimaregion berücksichtigt.
  • U-Wert: Der U-Wert beschreibt bei deinem Gebäude den Temperaturunterschied zwischen innen und außen (=Wärmedurchgang pro Quadratmeter bei z.B. Fenstern, Wänden, Türen). Du solltest darauf achten, dass der U-Wert möglichst niedrig ist.
  • Spezifischer Heizwärmebedarf (HWB): Der spezifische Heizwärmebedarf ist die eigentliche Energiekennzahl und wird in kWh/m² und Jahr angegeben. Die Energiekennzahl beschreibt die thermische Qualität des Wohngebäudes. Die Kennzahl gibt Auskunft darüber, wie viel Energie ein Haus pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Raumwärme benötigt (basierend auf dem Referenzstandort).
  • Warmwasserwärmebedarf WWWB, Heiztechnikenergiebedarf THEB: Diese Kennzahlen beschreiben den Energiebedarf für die Warmwasserbereitstellung und den Energiebedarf für die Verluste der Heizungsanlage.
  • Endenergiebedarf: Der Endenergiebedarf beschreibt die erforderliche von außen zugeführte Energiemenge für Raumwärme und Warmwasser.
  • Brutto-Grundfläche: Die Brutto-Grundfläche deines Gebäudes bezeichnet die Summe aller Flächen inklusive der Wände.

 

Wie du die Energiekennzahl deines Hauses oder deiner Wohnung herausfinden kannst? Unsere Energie-ExpertInnen in der Wien Energie-Welt Spittelau helfen dir dabei. Einfach einen Termin vereinbaren.