Roboter vs. Maschine – Wie arbeiten Menschen und Maschinen morgen zusammen?

Die Digitalisierung bringt viel Veränderung, und das in einem Tempo, das auf vielen Ebenen neues Denken und Handeln fordert. Vor allem der Arbeitsmarkt erlebt durch das Tempo der technologischen Entwicklungen einen starken Umbruch. Eine Dynamik, die auf vielen Ebenen Herausforderungen birgt. Für die Energiebranche bringt das Michael Strebl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie, auf den Punkt: „Im Energiesektor entstehen durch die Digitalisierung Jobs, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab. Das rasante Tempo technischer Innovationen verlangt, dass wir über den Branchen-Tellerrand hinaus denken. Nach innen heißt das, dass wir vom Hierarchiedenken wegkommen müssen.“

Was heißt das konkret? Wird sich in den nächsten Jahren die Arbeit speziell im Energiesektor verändern?

Eine aktuelle Studie zur Job-Zukunft gibt Aufschluss: Neben der Digitalisierung prägen Dekarbonisierung und dezentrale Energieerzeugung die Branche. In Kombination führen diese Faktoren zu den größten Veränderungen in der Arbeitswelt seit Jahrzehnten: Es kommt zur Umwälzung eines gesamten Industriezweiges.  Die Studie wurde vom Beratungsunternehmen Deloitte Österreich im Auftrag von Wien Energie durchgeführt. Dazu wurden im ersten Quartal 2019 namhafte Expertinnen und Experten aus Energieunternehmen und europäischen Denkfabriken sowie Vordenker aus dem universitären Bereich und Personalentwicklungsexperten von Deloitte befragt.

Mensch und Maschine werden neu zusammenarbeiten

Die Studienergebnisse weiter: Die Automatisierung wird sich deutlich beschleunigen. Daten, Algorithmen und künstliche Intelligenz werden das Rollenverhältnis von Mensch und Maschine in Arbeitsprozessen verändern. Bei einem Aufgabenprofil eines Kraftwerktechnikers kann knapp die Hälfte der Tätigkeiten potenziell zukünftig automatisiert und von einer Maschine übernommen werden, bei einem Vertriebsmitarbeiter beträgt das Automatisierungspotenzial knapp ein Drittel.

 

 

2025: Jeder 3. bis 4. Job verlangt IT und Datenwissen

Technologie ist allgegenwärtig und lässt neue Jobs wie aus dem Nichts aufpoppen. So neu wie die Blockchain-Technologie, so neu ist auch der Job als „Blockchain-Spezialist“. Auch Drohnenexperten oder Chatbot-Programmierer sind Jobs, die bis vor kurzem nicht existierten, in Zukunft aber wichtige Aufgaben zu erfüllen haben werden. „Jeder dritte bis vierte Job ändert sich stark in Richtung IT und Datenwissen. Blockchain- und Drohnenspezialisten, Datenanalysten sowie Chatbot-Programmierer werden plötzlich für den Energiesektor relevant. Diese Jobs gab es vor zehn Jahren noch gar nicht“, so Wien Energie-Geschäftsführer Strebl. Wien Energie setzt hier ganz stark auch auf interne Weiterbildung der Mitarbeiter. Zudem wird im Rahmen der Inno Challenge eng mit Start Ups zusammengearbeitet.

Diese Tipps gibt WhatchaDo-Gründer Ali Mahlodji jungen Leuten im Bezug auf die derzeitige Job-Welt:

Diese sechs Kräfte treiben den Wandel voran
Seit Jahrzehnten prägt technologische Innovation die Energiebranche. Verändert haben sich jedoch die Geschwindigkeit, mit der der Wandel fortschreitet, sowie der Umfang und die Bedeutung für das Kerngeschäft der Energieunternehmen. Laut aktueller Studie sind es diese sechs treibende Kräfte des Wandels, die auf den Arbeitsmarkt in der Energiewirtschaft und in der Industrie in den nächsten Jahren wirken.

  1. Allgegenwärtige Technologie: Innovative Technologien dringen in alle Lebens- und Arbeitsbereiche vor
  2. Datenflut: Nie dagewesene Datenmengen in Echtzeit, die neue Erkenntnisse bringen
  3. Veränderte Kundenbedürfnisse: Gesellschaftlicher Wandel, Internet und neue Mitbewerber erfordern einen neuen Kundenfokus
  4. Digital Leadership: Führungskräfte im Spannungsfeld zwischen externen Vorgaben und neuen Geschäftsmodellen
  5. Fünf Generationen im Arbeitsleben: Innovation durch Nutzen der demografischen Vielfalt
  6. Alternative Sourcing-Strategien und neue Talente-Pools als Wettbewerbsvorteil

So fasst das die Studienautorin Anna Nowshad zusammen: