BRG Schuhmeierplatz Begrünung

Wien bleibt mit nachhaltigen Projekten cool

Zahlreiche nachhaltige Projekte sorgen in Wien bereits jetzt für besseres Mikroklima im eigenen Grätzel. Wien Energie hat die Nase vorn und leistet den wichtigsten Anteil an der innovativen Umsetzung. Die Temperaturen steigen, die Stadt wird vor allem in den nächsten Sommermonaten zum Hitzepol. Doch Wien Energie sorgt dafür, dass unsere Stadt eine coole Stadt bleibt. Als Anbieter von innovativen Kühllösungen wie Fernkälte bringt Wien Energie den BewohnerInnen nachhaltige Projekte, die auf das Mikroklima der einzelnen Bezirke oder Grätzel abzielen.

Grüne Stadt-Lungen

Trotz der fortschreitenden Klimaerwärmung stellt Dipl.-Ing. Heidelinde Trimmel von der BOKU Wien der Bundeshauptstadt ein relativ gutes Zeugnis aus: „Speziell durch den hoch gelegenen Wienerwald, die Hochquellwasserleitung, die Donau und die Naherholungsgebiete im Umkreis stehen wir im Vergleich zu anderen Metropolen doch sehr gut da.“ Urbane Bepflanzung, „grüne Bauweise“ sowie eine CO2-Reduktion des Verkehrs sind die wichtigsten Faktoren für die „grüne Stadt der Zukunft“. Einen wesentlichen Teil zur Reduktion des Treibhauseffekts trägt eine Optimierung der Energiebilanz bei, denn Wien Energie unternimmt bereits heute durch das „Fitmachen“ des Stromnetzes, die Umstellung auf kleinteilige Photovoltaik sowie neue Wärme- und Kälte-Speichermöglichkeiten wichtige Schritte.

Laut Klimaforscherin Trimmel ist für ein besseres Mikroklima „jede Art von Begrünung wichtig, auch wenn sie noch so klein ist!“. Moderne Architektur, kombiniert mit intelligenter Haustechnik, erneuerbaren Energien und hochwertigen Gebäudehüllen, bildet so die Basis für eine zukunftsweisende Stadt – eine Basis, die von Wien Energie seit Jahren umgesetzt wird.

Gutes Klima in der Schule

Auch das Projekt „GRÜNEzukunftSCHULEN“ im BRG 16 am Schuhmeierplatz (Foto s.o.) ist eines der nachhaltigen Vorzeigeprojekte der Stadt Wien. Nach der Begrünung von Schulhof und Klassenzimmern soll nun durch den Bau einer begrünten Pergola die Dachterrasse als Outdoor-Klassenraum nutzbar gemacht werden. Eine Win-win Situation für die SchülerInnen und das Schulklima. Grünwände sollen das Raum- und Mikroklima positiv beeinflussen und das allgemeine Wohlbefinden in der Schule als Grundlage für gutes Lernen verbessern. Im Rahmen des Projekts „GRÜNEzukunftSCHULEN“ der TU Wien und der BOKU wurden begrünte Wände im Biologiesaal, in einem Klassenraum und im Schulhof des Bundesrealgymnasiums 16 am Schuhmeierplatz installiert.

Umspannwerk Zedlitzhalle, Wiener Netze. Copyright: Rataplan Architektur Zt Gmbh.

Tröpferlbad 2.0

Sogenannte „Coolspots“ sollen künftig einen konsumfreien und natürlich kühlen Raum für StadtbewohnerInnen bieten. Demonstriert wird dieses Konzept in der mobilen Zelt-Installation „Airship.01“ am Schlingermarkt in Floridsdorf und im MuseumsQuartier. Das Wien Energie „Airship.01“ oder „Tröpferlbad 2.0“ ist eine mobile Installation, die mit einem intensiven Stück Wald bepflanzt wird. Durch intelligente Gestaltung kühlt das Airship auf natürliche Weise die Temperatur um bis zu 6°C ab und lädt zur Erfrischung ein.

Nachhaltige Projekte

Egal ob die zukunftsweisende Technik der Müllverbrennung in der Spittelau, die Umsetzung der „Smart City“-Konzepte im Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern oder das energieeffiziente Projekt Zedlitzhalle: Die Wiener Netze tragen zum lebenswerten Mikroklima bei und schaffen in Kooperation mit der Stadt Wien durch die kluge Begrünung von Fassaden und Dächern coole Inseln.

Das innovative Projekt „50 Grüne Häuser“ macht es mit BeRTA, dem GrünfassadenModul, sowie einem Online-Einreichtool künftig auch für Privatpersonen noch einfacher, Gebäudebegrünungen in der Stadt zu realisieren. Ein weiteres Projekt für Mikroklima auf kleinstem Raum, die „Wanderbäume Wien“, begrünt mit zehn mobilen Bäumen einige Wochen lang graue Straßen und Plätze in der Stadt und sorgt so für mehr Aufenthaltsqualität vor Ort.

Der Originalbeitrag erschien im Magazin STADTleben im Juni 2019.