Stephansdom bei Nacht

Keine kalten Füße in der Weihnachtsmette

Er ist mit seinen gewaltigen Ausmaßen von 107 Metern an Länge, 34 Metern an Breite und der Höhe des Südturms mit 136,4 Metern nicht nur das wichtigste gotische Bauwerk Österreichs, sondern auch das Wahrzeichen von Wien schlechthin: Der Stephansdom. Mit diesem „Nationalheiligtum“ verbindet Wien Energie eine langjährige Kooperation.

Bereits seit 2001 wird der Dom mit umweltfreund­licher Fernwärme beheizt. Eine besondere Herausforderung ist der Steffl aber nicht nur durch seine gewaltige Dimension, sondern auch durch seine zahlreichen Kunstschätze und den damit verbundenen Denkmalschutz. Um Altäre, Orgeln und Bilder optimal intakt zu halten, müssen sowohl die Luftfeuchtigkeit wie auch die Raumtemperatur stets konstant gehalten werden.

Intelligente Belüftung. Möglich wird all das durch ein intelligentes Belüftungssystem: Kalte Luft wird auf einer Seite des Doms eingesaugt, durch einen Wärmetauscher erwärmt und auf der anderen Seite wieder abgegeben. Ergänzt wird das Sys­tem durch Sensoren und feine Düsen in der Decke. So kann jederzeit die Luftfeuchtigkeit im Dom gemessen und angepasst werden. Neben dem altehrwürdigen architektonischen Meisterwerk selbst werden auch die vielen BesucherInnen bestens versorgt, die rund um die Weihnachtsfeiertage in den Stephans­dom strömen. Eine Fußbodenheizung sorgt dafür, dass bei den Messen eine angenehme Raumtemperatur herrscht, und das auch noch besonders umweltfreundlich.

Wolfgang Zehetner übt seit 1993 das verantwortungsvolle Amt des Dombaumeisters aus und schätzt die Kooperation mit Wien Energie.

Gute Partnerschaft. Im vergangenen Jahr bauten der Stephansdom und Wien Energie ihre langjährige Kooperation weiter aus. Seit Herbst 2018 wird die Dombauhütte mit Fern­ wärme versorgt. Innerhalb von drei Monaten wurde der alte Gaskessel auf Fernwärme umge­ rüstet und sorgt jetzt auch in der Werkstatt der Steinmetze für gutes Klima. Und das im dop­ pelten Sinn, denn die grüne Wärmeversorgung sparte in Summe bereits 100 Tonnen CO2.
Der Energieverbrauch des Doms ist dabei überraschend gering: 360 Megawattstunden pro Jahr entsprechen dem Verbrauch von 30 Wiener Haushalten. Durch diese nachhaltige Kooperation zwi­ schen dem Wiener Stephansdom und Wien Energie profitieren letztlich alle: BesucherIn­nen, Kunstschätze und die Umwelt.